Es breitet sich aus wie eine schreckliche Seuche. Doch die Betroffenen sind nicht etwa übersät von einem Ausschlag oder unmenschlich entstellt. Alle, die von der geheimnisvollen Krankheit befallen sind, verlieren von einem Moment zum nächsten vollständig ihr Augenlicht und erblinden. Und während anfangs nur einige wenige infiziert sind, greift die Epidemie schon bald immer weiter und immer schneller um sich. Niemand scheint vor ihr sicher. Niemand - bis auf eine einzige Frau... (j.b.)
Die zweite gemeinsame Regiearbeit von Jeunet & Caro nach "Delicatessen" erinnert ein wenig an Michael Endes "Momo". Geht es darin doch um einen zynischen alten Mann, der nicht träumen kann und deshalb rasend schnell altert. Aus diesem Grunde lässt er Kinder auf seine abgelegene Insel entführen, wo er ihnen die Träume stehlen will. Verblüffende Computereffekte, großartige Bauten und superbe Kostüme - handwerklich ist auch dieses Märchen ein veritables Meisterwerk. Dank der surrealen Bilder, der rabenschwarzen Poesie und dem grotesken Humor besitzt auch diese finstere Groteske längst Kultstatus. (Filmfest München)
Jeden Tag hat Rahel mit der Liebe zu tun. Schließlich sitzen der Standesbeamtin eines kleinen Städtchens in der Schweiz täglich zahlreiche Paare gegenüber, die ihr Leben miteinander verbringen wollen. In ihrer eigenen Ehe mit dem eher langweiligen Thomas ist für die Mutter eines Sohnes dagegen schon längst der Alltag eingekehrt und lässt nur wenig Platz für große Gefühle oder gar ein bisschen Leidenschaft - zumindest bis sie ihre Jugendliebe Ben wiedertrifft. Doch genau den soll Rahel ebenfalls trauen. (j.b.)
Lucas weiß noch nicht so recht, wo er im Leben hinwill. Bevor er sein Architekturstudium in Montreal beginnt, besucht er noch einmal seine Schwester, die in einem abgelegenen Fischerdorf im Süden Chiles lebt. Ausgerechnet hier im Nirgendwo verliebt sich Lucas in den attraktiven Hafenarbeiter Antonio. Damit die Beziehung der beiden introvertierten jungen Männer eine Chance hat, müssen sie über sich hinauswachsen. Mit wahrhaftigen Dialogen, einer authentischen Darstellung des Dorfalltags und zwei beeindruckenden Hauptdarstellern entwickelt Drehbuchautor und Regisseur Omar Zúñiga aus der melancholischen Grundstimmung seines Films nach und nach ein wild loderndes Liebesdrama. (Quelle: Verleih)
Rosalie ist am Boden zerstört. Alle Therapien gegen die Leukämie ihrer Schwester Enya scheinen wirkungslos. Sie setzt alle Hoffnung auf ein Medikament in der Entwicklung, an dem Niklas, der Onkel der Sternendetektive Laurens und Arvid arbeitet. Plötzlich werden die Grundlagen des neuen Wirkstoffs aus dem Firmenlabor gestohlen und Niklas gerät unter Verdacht. Laurens und Arvid nehmen zuerst allein die Spur auf und geraten zusammen mit ihrem Onkel dabei in große Gefahr. Auch die Lage von Enya und Rosalie spitzen sich zu und die Verzweiflung wächst. Können die anderen Sternendetektive und Rosalies Freundinnen helfen? (Quellle: Verleih)
Als die Terroristin Rita aus Versehen einen Verkehrspolizisten tötet, taucht sie in der DDR unter. Dort nimmt sie eine neue Identität an und geht neue Freundschaften ein. Als ihre Vergangenheit aufgedeckt wird, läuft das gefährliche Spiel von Neuem. Ein an die Geschichte der RAF angelehntes Drama. (VA)
Worin liegt der Sinn unseres unternehmerischen Handelns? Brauchen wir Know-how oder vielleicht auch Know-why? Woher nehmen wir den Mut für große Veränderungen und wo bleibt der Mensch dabei? "Die Stille Revolution" - der Kinofilm zum Kulturwandel in der Arbeitswelt von Regisseur Kristian Gründling nach einer Vision von Bodo Janssen gibt Antworten auf diese Fragen und weitere tiefe Einblicke auf einer Reise, die zukunftsorientierte Unternehmen nun nach und nach antreten. Der Film zeigt im dokumentarischen Stil am Beispiel von Upstalsboom, wie der Wandel von der Ressourcenausnutzung hin zur Potentialentfaltung gelingen kann. Er beleuchtet, wie das Thema "Kulturwandel in der Arbeitswelt" gesellschaftlich zu verankern ist und gibt dem Zuschauer individuelle Impulse und Mut, etwas zu verändern. (Quelle: Verleih)
Miriam Friedmann kommt im Jahre 2001 nach Augsburg. Sie ist in den USA geboren und aufgewachsen. Ihre Großeltern waren in Augsburg angesehene Geschäftsleute. Zur Zeit des Nationalsozialismus wird ihnen alles genommen; ihre Immobilien und Firmen werden zwangsverkauft. Einen Tag vor ihrer Deportation nehmen sich die Großeltern Friedmann, gemeinsam mit Freunden in Augsburg das Leben. Die Großeltern Oberdorfer werden in Auschwitz ermordet. Miriams Eltern, Elisabeth und Fritz Friedmann, können rechtzeitig über Italien und England in die USA fliehen. Dort ist Miriam geboren. Ihr Vater berichtet in einem Interview, dass sie den Kindern nichts von ihrer Geschichte und der Geschichte der Großeltern erzählt haben, um sie zu schonen. Nach 21 Jahren kehren ihre Eltern wieder nach Deutschland zurück und wohnen bis 2008 in Friedberg bei Augsburg. Als Kinder entdecken Miriam und ihr Bruder durch Zufall Unterlagen im Arbeitszimmer des Vaters und erfahren so vom Schicksal der Familie. Später, als ihre Eltern gebrechlich werden und Hilfe brauchen, pflegt Miriam sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Dr. Friedhelm Katzenmeier bis zum Ende ihres Lebens. Der lebendige, spannende Dokumentarfilm wird mit vielen Originaldokumenten und Bildern illustriert. Originalschauplätze in Augsburg und Umgebung vermitteln dem Betrachter Nähe auch zu weit zurückliegender Geschichte. Ohne "moralischen Zeigefinger" beleuchtet der Film "Vorkommnisse", die bis in die heutige Zeit hinein unbequem sind und nur allzu oft verschwiegen werden. Die "Arisierung" in der Zeit des Nationalsozialismus zählt unbestritten zu den größten Raubzügen des 20. Jahrhunderts, wobei es nicht nur um materielles Gut ging, sondern auch um das Lebensrecht der Opfer. Daran war nicht nur die 'geheime Staatspolizei' beteiligt, sondern der gesamte damalige deutsche Verwaltungsapparat (z. B. die Finanzämter). Viele Bürgerinnen und Bürger haben von der 'Arisierung' der Juden profitiert und sich auch persönlich bereichert. Die Selbstverständlichkeit, mit der solche, höchst unmenschliche, mörderische Handlungen seinerzeit möglich und alltäglich wurden, soll nachdenklich machen.
Es sind leise Begegnungen am Rande der Stadt, die abseits der Großstadtlichter die Schwere des Alltags für einen Moment vergessen lassen. Nacht für Nacht kehren die Unscheinbaren an die Orte ihrer Sehnsucht zurück: Bistrobesitzer Jens (Albrecht Schuch) verliebt sich bei der nächtlichen Zigarette im Treppenhaus in seine Nachbarin Aischa (Lilith Stangenberg), während Wachmann Erik (Charly Hübner) auf seinem Routinerundgang durch das Ausländerwohnheim Gefühle für die junge Marika (Irina Starshenbaum) entwickelt. Auch Reinigungskraft Christa (Martina Gedeck) sucht nach Ende ihrer Schicht Trost an der Seite von Friseurin Birgitt (Nastassja Kinski). (Quelle: Verleih)
Während der junge Barzabai von der großen weiten Welt und dem aufregenden Leben in der Großstadt träumt, hat sein Vater für ihn ganz andere Pläne. Denn der wünscht sich, dass sein Sohn in seine Fußstapfen treten und eines Tages die große Kunst des Jagens mit einem Adler erlernen soll. Beim Training fliegt dem Jungen dieser jedoch davon, und auf der Suche nach dem wilden und anmutigen Tier beginnt für Barzabai eine aufregende und gefährliche Reise durch die Einsamkeit der Steppe. (j.b.)