Der zurückgezogen lebende Rafael ist geschieden und hat kaum Zeit für seine Tochter. Seine jugendliche Freundin bemüht sich um ihn, aber er geht nicht auf sie ein. Die einzige emotionale Bindung hat er zu seinem Vater, der die Mutter immer noch, nach all den Jahren, verehrt. Diese lebt wegen ihrer Krankheit in einem Pflegeheim. Der Vater will ihr nun einen Wunsch erfüllen: Die kirchliche Heirat! Damit stößt er bei seinem Sohn auf Unverständnis. (ang)
Der iranische Journalist Roohollah Zam flieht nach Frankreich, nachdem er sich den Mullahs in seinem Land widersetzt hat. Obwohl er selbst aus einer zutiefst klerikalen Familie stammt und seinen Vater als Jugendlicher zu Treffen mit dem obersten Führer Khamenei begleitet hat, wird er mehr und mehr zum Regimegegner. Mit seinem Nachrichtensender AmadNews, den er im französischen Exil gründet, deckt er Geldwäscheaktivitäten des Irans auf. Nach Morddrohungen wird Roohollah unter den Schutz des französischen Sicherheitsdienstes gestellt. Ab 2019 dokumentiert die schwedisch-iranische Regisseurin Nahid Persson sein Leben im Exil, beginnt ihn in seinem Versteck zu filmen. Als es dem Regime gelingt, Roohollahs Netzwerk zu infiltrieren und "Maulwürfe" einzuschleusen, die sich als Irankritiker ausgeben, schaffen sie es, sein Vertrauen zu gewinnen. Roohollah wird in eine Falle gelockt und in den Iran entführt. Nach 14 Monaten Gefängnis, einem erzwungenen Geständnis und einem Schau-Prozess, den die Iraner live im Fernsehen verfolgen können, wird er zum Tode verurteilt und hingerichtet. (Quelle: Verleih)
Der elfjährige Will lebt in einer Familie, in der Filme und Musik Werkzeuge des Teufels und deshalb streng verboten sind, und so verändert die Begegnung mit dem Schulrabauken Lee für ihn alles. Denn dieser zeigt ihm eine Raubkopie von "Rambo" und gibt dem kreativen, aber schüchternen Will dadurch einen Einblick in die bunte Welt der Fantasie. In diesem Sommer werden die beiden unterschiedlichen Jungen so nicht nur zu Freunden, sondern auch zu einem echten Filmteam. Denn gemeinsam drehen sie "Rambo" nach. Auf ihre Weise. (j.b.)
Captain John Miller führt eine der US-Einheiten an, die am 6. Juni 1944 an der Küste der Normandie landen. Trotz höchster Verluste gelingt es, den Strand zu stürmen. In der Folge soll Miller mit einem kleinen Spähtrupp hinter die feindlichen Linien vordringen und den Gefreiten Ryan ausfindig machen. James Ryan, dessen drei Brüder an diversen Kriegsschauplätzen gefallen sind, soll auf Anordnung des Kriegsministeriums sicher in die Heimat zurückgebracht werden. Widerwillig begeben sich die acht Soldaten auf ihre lebensgefährliche Mission...
Als der Journalist Steve Lopez auf den Straßen von Los Angeles den obdachlosen Cellisten Nathaniel Anthony Ayers kennen lernt, ahnt er noch nicht, dass diese Begegnung sein Leben für immer verändern wird. Denn der schizophrene Straßenmusiker war früher einmal das große Wunderkind der klassischen Musik und sucht heute nach einer Perspektive im Leben. Bei dem Versuch, ihm bei der Suche zu helfen, entwickelt sich zwischen den beiden Männern eine außergewöhnliche Freundschaft. (j.b.)
Der chilenische Gutsbesitzer Pancho ist ein Mann mit zementierten Ansichten und einer wenig liberalen Haltung. Selbst beim Familientreff auf dem idyllischen Landgut brodeln in ihm Abneigung und das Bedürfnis, die von ihm als richtig empfundene Ordnung durchzusetzen. So versucht er, systematisch die Fische in seinem See, deren Anblick ihm zuwider ist, auszurotten. Und am liebsten würde er - wenn er ganz ehrlich ist - auch mit der indigenen Bevölkerung verfahren, oder sie zumindest auf größtmögliche Distanz halten. Dass sich ausgerechnet seine Tochter mit einem Mapuche einlässt, kann er nicht akzeptieren. (v.f.)
Anaïs ist eine junge Frau voller Lebensfreude und Energie. Sie lebt im Hier und Jetzt, ist ständig in Bewegung und hat große Pläne für ihre Zukunft. Als Anaïs auf den Verleger Daniel trifft, ist er von ihrem charmanten Wesen fasziniert und verliebt sich auf der Stelle in sie. Aber Daniel lebt mit der erfolgreichen Schriftstellerin Émilie zusammen, zu der sich Anaïs wiederum magisch hingezogen fühlt... (Quelle: Verleih)
Für die queere Community Athens ist der Limanakia Beach ein sozialer und sexueller Hotspot. Hier treffen sich die Freunde Demos und Nikita, beide Anfang 30 und angehende Filmemacher. Schauspieler Nikita hat es satt, immer nur für die gleichen schwulen Rollen besetzt zu werden, und will endlich seine eigenen Erfahrungen auf der Leinwand sehen. Während die Männer um sie schwimmen und rummachen, pitcht Nikitia seinem Freund eine Filmidee. Es soll um die Ereignisse eines vergangenen Sommers gehen, um Demos emotionale Wiederbegegnung mit seinem Ex Panos und um Panos' süßen Hund Carmen. (Quelle: Verleih)
Ein kanadisches Filmteam dreht in Österreich auf dem Schloss Lungau. Aber die Geister auf diesem Schloss boykottieren den Dreh, denn dies ist ihr Zuhause. Die beiden Kinder Caroline, die Tochter des Regisseurs, und Jacob, ein Schlossnachbar, versuchen nun zu retten, was retten ist. (aga)
Wilde Loopings, schwerelos über den Wolken. Die 17-jährige Sangaile hat Höhenangst, aber sie träumt vom Fliegen. In den Ferien mit ihren Eltern verbringt sie jede freie Minute auf dem Landeplatz, nur selbst mitzufliegen traut sie sich nicht. Bei einer Flugshow wird sie plötzlich von der hübschen Auste angesprochen, die dort als Hostess arbeitet. Auste ist unglaublich: selbstbewusst, wagemutig - und die Erste, die Sangaile und ihre Ängste wirklich versteht. Aus Freundinnen werden Geliebte. Und am Ende des Sommers wagt Sangaile Dinge, die ihr zuvor unmöglich schienen.
Eine Familiengeschichte, erzählt aus der Perspektive der kleinen Tochter, die einen Schwellen-Moment im Leben durchschreitet: Der Sommer, als ich fliegen lernte beschreibt den unmerklichen, aber doch alles verändernden Übergang der Kindheit in ein neues, erwachseneres, aufregenderes Alter. (Quelle: Verleih)
Karen wohnt mit ihrem Ehemann Markus und den gemeinsamen Kindern in ihrem idyllisch gelegenen Elternhaus. Zu Markus' Geburtstag reist auch Karens Schwester Jule mit ihrer Familie an. Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Düstere Erinnerungen an die verstorbene Mutter verstärken Jules Drang nach Rebellion gegen ihre herrische Schwester. Während sich das Haus zunehmend mit Leben füllt und ein Spatz im Kamin den Weg in die Freiheit sucht, steigt in Karen die Anspannung - bis sich alles zuspitzt und Altes zerstört wird, um Raum für Neues zu schaffen. (Quelle: Verleih)
"Ich kann mit Ihrem Film [dem Spiegel] nichts anfangen, weder mit seinem Inhalt noch mit seiner Form. Wie läßt sich das erklären? Man kann nicht gerade sagen, daß ich mich mit Filmen überhaupt nicht auskenne..." (Brief einer Bauingenieurin aus Leningrad an Tarkowski) Tatsächlich entfernt Tarkowski sich mit dem Spiegel vielleicht noch stärker als in irgendeinem anderen seiner Filme vom konventionellen Erzählkino, verwebt Traum und Erinnerung mit dokumentarischen Aufnahmen und gibt sich ganz der Poesie der Bilder hin. In Die versiegelte Zeit schreibt er, man müsse "ihn sich so ansehen, wie man die Sterne, das Meer oder eine schöne Landschaft betrachtet."