Sudermanns Mixtur aus Expressionismus und Symbolismus in einem Murnau-Film auf Celluloid gebannt: Ein Bauer verliebt sich in einen Vamp und will deshalb seine Ehefrau ertränken. Die Frau flieht, in der Stadt versöhnen sich Bauer und Ehefrau. Bei einer gemeinsamen Bootsfahrt kentert das Boot, der Mann nimmt an, daß seine Frau ertrunken ist. Aber sie haben Glück: Die Frau hat überlebt. Murnau versteht es meisterlich, die dramaturgische Dichte und symbolische Bedeutung des Romans "Die Reise nach Tilsit" in seinem Film in Szene zu setzen.
Das sind acht beeindruckende Lebenszeugnisse von Menschen, die Mutter Teresa und ihren Schwestern begegnet sind - und deren Leben sich dadurch radikal verändert hat. Ihre Geschichten sind erschütternd und zugleich zutiefst berührend. Sie sind stark und voller Hoffnung. Da ist z.B. Emmanuel Leclercq: Mutter Teresa fischte ihn als Baby aus dem Müll; heute ist er Universitätsprofessor und bereitet sich auf die Priesterweihe vor. Oder Amaia Martínez López: Sie assistierte als Krankenschwester bei Abtreibungen, ihre Ehe scheiterte; doch ein Notruf aus Nepal und eine Begegnung mit den Mutter-Teresa-Schwestern krempelten ihr Leben völlig um. Sonnenaufgang über Kalkutta wirft einen neuen Blick auf Mutter Teresa. Ihre Einfachheit, Klarheit und Entschlossenheit, Licht ins Dunkel zu bringen, überzeugt auch heute Menschen. Der Film ist nicht nur eine Lobeshymne auf diese kleine große Frau, die ihr Leben den Ärmsten der Armen gewidmet hat. Mit den Augen der acht Protagonisten zeigt er, wie Gottes Liebe das Leben von Menschen verändern kann. Jeder von ihnen erfährt dies auf seine eigene Weise - durch Mutter Teresa. Wenn diese Heilige einst über sich selbst sagte: "Ich bin nur ein Bleistift Gottes" - so könnte man Regisseur José María Zavala als "Kamera Gottes" bezeichnen, als Vermittler dessen, was wahres Christentum ist. (Quelle: Verleih)
Als die erfolglose Nachwuchsautorin Sam (Julia Windischbauer) von ihrem Freund verlassen wird, nimmt sie sich ohne Wissen ihrer Mutter Sybille (Juliane Köhler) den Schlüssel zum Ferienhaus der Familie auf Lanzarote. In der Abgeschiedenheit der Insel will sie endlich ihren Roman fertig schreiben. Doch nicht nur ihr Bruder Frederick (Jeremias Meyer) möchte sie unbedingt begleiten. Auch ihr Vater Jo (Niels Bormann), ein ehemaliger Bestseller-Autor, der das Haus nach der Scheidung an Sams Mutter abtreten musste, hat sich dort ohne deren Wissen eingerichtet. Zu den drei Besetzern ihres Hauses gesellt sich wenig später auch Sybille selbst, sie möchte es verkaufen und reist mit ihrem neuen, jüngeren Lebensgefährten Marc (Jeremy Mockridge) an. So sehen sich Vater, Mutter, Tochter und Sohn auf Lanzarote das erste Mal seit Langem wieder. Dabei treffen schöne Erinnerungen auf skurrile Familienanekdoten, alte Liebe auf neue Gegebenheiten - und Konflikte, die schon lange schwelen, beginnen langsam aber sicher zu eskalieren. (Quelle: Verleih)
Wohin geht man, wenn man die Welt als unübersichtlich und falsch empfindet? Kann man ihr entfliehen und etwas Neues beginnen? Der Dokumentarfilm "Sonnenstadt" beobachtet Menschen, die sich in der sibirischen Taiga an der Utopie einer neuen Gesellschaft versuchen. Seit den 1990er Jahren folgen sie einem Mann, der sich für die Wiedergeburt Christi hält: Wissarion. Sein Porträt hängt in der Sonnenstadt in jedem Haus, und doch scheint er eher Projektionsfläche für die Sehnsüchte vieler Bewohner zu sein. Wie Planeten um die Sonne drehen sich die Leben dieser Menschen um Wissarion, nahezu ohne ihm eigentlich zu begegnen. Der Film fragt nicht: Ist Wissarion wirklich Gottes Sohn? Er fragt vielmehr: Sind die Menschen hier glücklicher als an dem Ort, von dem sie kamen? (Quelle: Verleih)
Die Wiederentdeckung einer Jahrhundertautorin: Helga Schubert. Im zweiten Anlauf im Alter von 80 Jahren mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Literatin, Poetin, Chronistin. Irgendwo im Nirgendwo zwischen Schwerin und Wismar lebt die 83-jährige Helga Schubert, pflegt ihren 95-jährigen kranken Ehemann, den ehemaligen Psychologieprofessor und Maler Johannes Helm und schreibt, wie in den vergangenen Jahrzehnten, jeden Tag an ihren Geschichten. Von hier aus bricht sie, so oft es möglich ist, auf zu Lesungen, Vorträgen und Empfängen, denn seit dem Gewinn des Bachmannpreises im ersten Coronasommer 2020 ist sie wieder eine gefragte Person des öffentlichen Lebens. (Quelle: Verleih)
Bisher gab es nicht viel, über das sich Anja ernsthaft Sorgen gemacht hat. Denn sie lebt noch bei ihren Eltern, geht zur Schule und verbringt ihre freie Zeit am liebsten mit ihren Freunden und vor allem auf ausgelassenen Partys. Als sie auf dem Rückweg von einer Feier allerdings von einem Auto angefahren wird, ist alles anders. Zwar hat sie von dem Unfall nur einige wenige Prellungen zurückbehalten, doch plötzlich hat Anja immer öfter Angstzustände und Wahnvorstellungen. Und ihr wird klar: In dieser Nacht muss mehr passiert sein... (j.b.)
"Sonny, der Entendetektiv" hat einen neuen Auftrag. Er soll der Witwe Stengelfön unbedingt einen Fuchsschwanz besorgen. Und nicht nur irgendeinen, sondern den vom Gnom Gurin. Der arme Gurin! Dabei ist er doch ein guter und netter Gnom, nur dass er manchmal gerne mit anderen seine Späßchen treibt. Deswegen hat Sonny auch mitleid mit Gurin und möchte ihn frühzeitig vor der Witwe warnen. Kann Sonny das schaffen? (VA)
Nikolaj ist ein Teenager und würde nichts lieber tun, als gegen die Erwachsenen im Allgemeinen und seine Eltern im Speziellen zu rebellieren. Bei seinem Vater Magnus ist das jedoch gar nicht so einfach, denn der ist Hippie aus Leidenschaft, ein begeisterter Nudist und lehnt sich am liebsten selbst gegen jede Autorität auf. Außerdem unterstützt er seinen Sohn bei allen Eskapaden, mögen sie auch noch so wild sein. Das macht die Sache für Nikolaj nicht einfacher... (j.b.)
Den Teil der Zeit, der zu kurz ist um ihn zu unterbrechen, nennt man "Augenblick". Kann ein Mensch in einem Augenblick die Endlosigkeit erreichen? Can, der in jungen Jahren schon Professor ist, gibt sich voll und ganz seiner Arbeit und ist ein ehrgeiziger Arzt. Jede Minute ist für ihn und seine Patienten von lebensnotwendiger Wichtigkeit, aber in all diesen Anstrengungen, fällt ihm eines nicht auf und das ist den Augenblick zu leben, in dem er sich befindet. Im Gegensatz dazu, lebt die Zugehfrau Zeynep mit ihrer Schwester ein einfaches Leben, aber berreichert es mit kleinen Glücksmomenten und lebt dadurch jeden "Augenblick".Can, bei dem jede Minute in seinem Leben geplant ist, hätte nie damit gerechnet, sich in seine Zugehfrau zu verlieben. Als wäre es nicht genug, Menschen völlig unterschiedlicher Welt zu sein, sind auch die Ansichten von Can und Zeynep, wie schwarz und weiß. Als sie sich ganz unerwartet ineinander verlieben, bleibt die Welt für sie stehen. Der Beginn einer Liebe, die alles Gewusste vergessen lässt, aber auch schwere Hindernisse, die zu bewältigen sind mit sich bringt. Als sie das Unmögliche schaffen, stellt ihnen das Leben eine unerwartete Prüfung. Endlose Liebe; eine Geschichte, die alle Vorurteile in der Liebe bricht und eine herzzerbrechende Selbstlosigkeit zeigt. (Quelle: Verleih)