Basierend auf Puccinis Oper "La Bohème" und dem gleichnamigen Musical erzählt "Rent" die Geschichte einer Gruppe alternativer junger Menschen, die in einem Mietshaus in New Yorks East Village ums Überleben kämpfen. Schulden, Armut und Krankheiten wie HIV machen ihnen zu schaffen, und ihre künstlerisch ambitionierten Aushilfsjobs bringen kaum genug Geld ein. (nki)
CATHEDRALS OF CULTURE Über kaum ein anderes Museum in Westeuropa wurde wegen seiner Architektur so heftig debattiert, und kein anderes Museum erlangte seitdem eine derartige Popularität wie das Pariser Centre George Pompidou. Das immer noch modern wirkende, damals wie heute futuristische Kulturzentrum, konzipiert von Renzo Piano (1937) und Richard Rogers (1933), fasziniert seit seiner Eröffnung 1977 seine Besucher*innen, die, neben den ausgestellten Objekten, hinter der Glasfassade und von einer offenen Rolltreppe aus, auch die französische Hauptstadt bewundern können. Die außergewöhnliche Form des Films Cathedrals of Culture lässt die Architektur des Hauses selbst sprechen und zeigt dessen faszinierenden Alltag. Das Centre Pompidou erinnert sich an seine Entstehung und gewährt einen spannenden Blick hinter die Kulissen. Frankreich 2014 · R & Db: Karim Aïnouz · K: Ali Olcay Gözkaya · franz. OV · 26 Min. RENZO PIANO - ARCHITEKT DES LICHTS Für die kleine Hafenstadt Santander an der Nordküste Spaniens hat Renzo Piano vierzig Jahre nach dem Centre Pompidou das Centro Botín konzipiert, ein schwebendes Gebäude, das im Licht badet. Eingehendes Wissen über Bautechnik verbindet sich in dem Film Renzo Piane - An Architect For Santander mit der Poesie der Landschaft. Der berühmte spanische Regisseur Carlos Saura dokumentiert das Projekt und diskutiert mit dem "Architekt des Lichtes" über die Kunst, den kreativen Schaffensprozess und die soziale Funktion von Schönheit. Spanien 2019 · R: Carlos Saura · 65 Min.
Carlos Sauras Film über den Entstehungsprozess des Centro Botín in Santander ist eine Hommage an den italienischen Architekten Renzo Piano, der bereits mehrere weltbekannte Gebäude - wie beispielsweise das Centre Pompidou in Paris oder den New York Times Tower in Manhattan - entworfen hat. Die Kamera zeichnet die Entstehung des Gebäudekomplexes vom Entwurf bis zum Bau nach und gibt Einblicke in die Gedankenwelt Renzo Pianos, der auch als "Architekt des Lichts" bezeichnet wird. (vf)
Der Wilde Westen wird durch Smartphones modern. Diese Neuerung verändert alles. Die Nutzung der Technik nimmt langsam Überhand und die Gesellschaft beginnt zu Grunde zu gehen. Ist es schon zu spät? (Quelle: Verleih)
Als der abgehalfterte Journalist Chuck Tatum sich der Redaktion in Albuquerque empfiehlt, hat er ein Ziel: Aus der Gosse der Lokalpresse wieder ganz nach oben kommen. Ein verschütteter Minenarbeiter gerät zur vermeintlichen Chance. Tatum ist als erster vor Ort und zieht alle Register, um die Rettungsaktion möglichst lange auszubeuten. Billy Wilders Attacke auf Sensationsjournalismus war aufgrund ihres düsteren Menschenbildes kein Kassenerfolg beschieden. Das messerscharf geschriebene, fotografierte und besetzte Meisterwerk ist heute als Bestandsaufnahme und Vorbote gleichermaßen beängstigend.
Anhand der miteinander verflochtenen Leben dreier Generationen von Künstlerinnen stellt dieser Dokumentarfilm die anhaltende Doppelmoral der Kunstwelt in Frage: Warum werden Männer als kreative Genies verewigt, während Frauen auf die Rolle von Musen und Müttern reduziert werden? Diese eindringliche Erkundung bringt verborgene Geschichten und unerzählte Geschichten ans Licht und fragt nicht nur, wer Kunst machen darf, sondern auch, wer dafür in Erinnerung bleiben darf. (Quelle: Verleih)
Zensierte Bilder, verordnetes Schweigen, Gedanken im Geheimen. Das Leben von Diana El Jeiroudi in Damaskus war von Diktatur, Kriegen und Angst geprägt. In ihrem Film reflektiert die syrische Filmemacherin eine politische Tragödie epischen Ausmaßes und stellt dieser ein Mosaik zutiefst persönlicher Momente gegenüber - von ihren ersten Erinnerungen im Alter von sieben Jahren, als sie von ihrem Vater die erste Kamera geschenkt bekommt, bis heute, wo sie mit ihrem Partner in Berlin lebt. Trost bieten ihr das Kino, die Musik, die Gewissheit von Träumen und die Solidarität einer tiefen Liebesbeziehung. (Quelle: Verleih)
Tübingen, Anfang der Siebziger Jahre: Michaela hat sich endlich von ihren erzkonservativen Eltern gelöst und beginnt ein Studium in Tübingen. Anfangs noch glücklich und zufrieden, wird sie bald von mysteriösen Anfällen heimgesucht und hört Stimmen. Der Schulmediziner diagnostiziert Epilepsie, der Pfarrer und die Eltern vermuten, der Teufel habe Besitz von Michaela ergriffen. Der Exorzismus stellt sich als wenig hilfreich heraus. (nki)
In diesem Film haben vier Personen was gemeinsam. Alle vier leiden unter der Macht der Drogen. Einer der Personen ist Hausfrau Sara, die auch ein TV- sowie Naschwerk Junkie ist. Und als sie angeblich ihrer Meinung nach bei einem Quizshow teilnehmen soll, wird zusätzlich eine Radikalkur durchgezogen. Ihr Sohn, der ebenfalls unter dem Drogenkonsum leidet, merkt von der Veränderung der Mutter nichts. Er und sein Freund sind eher damit beschäftigt, Drogen zu beschaffen. (VA)
Einst verkörperte Detroit den Optimismus und die Dynamik des Amerikanischen Traums, Anfang des neuen Jahrhunderts war die Lage verheerend: Jedes fünfte Haus steht leer, die Arbeitslosenquote liegt bei 30 Prozent, fast die Hälfte der Kinder lebt unter der Armutsgrenze. Doch ganz bewusst hat Regisseur Julien Temple ein Fragezeichen hinter den Titel seines Dokumentarfilms gesetzt. Zu Recht: In den letzten Jahren hat die Stadt eine erstaunliche Renaissance erlebt. Die verfallenen Industrieruinen lieferten Temple auf jedenfalls visuell atemberaubende Locations für seinen Dreh.
Gefährliche Liebschaften auf deutsch: Die erst 16-jährige Geldbürgertochter Auguste Bußmann schmeißt sich dem Romantik-Guru Clemens von Brentano an den Hals. Doch die beiden wollen einfach nicht zueinander passen, obwohl Brentano die Bußmann ehelicht. Zu dem Romantiker Brentano gehört die Ehe als Institution nicht, und zu der lebenshungrigen Auguste paßt der wesentlich ältere Brentano nicht. Es kommt, wie's kommen muß: Die beiden lassen sich voneinander scheiden. Brentano dichtet unfröhlich weiter, und Auguste kehrt ihrer Nymphomanie den Rücken, wird zur Glucke für die vier Kinder, die sie mit ihrem zweiten Ehemann bekommt. Schließlich begeht sie Selbstmord. (P.M.)
Der Filmemacher Harry Putz wurde in eine skibegeisterte Familie in Lech am Arlberg hineingeboren. Seine Großeltern erlebten damals die ersten "Fremden" die ankamen und in Folge ungeahnten Wohlstand in vormals verarmte Regionen brachten. Skifahren wurde zum Volkssport. Er wurde selbst zum Profisportler und absolvierte in den 90ern seine Sommertraining auf den Gletschern. Seine anschließende Profession als Filmemacher ließ ihn die vergletscherte Bergwelt mit anderen Augen sehen. Der boomende Wintersport ab Mitte des 20. Jahrhunderts hat gescha?ftstu?chtige Ko?pfe aller Alpenla?nder erkennen lassen, dass die Vergro?ßerung des Angebots an Skiliften und Pistenkilometern einer scheinbar endlos wachsenden Nachfrage gegenu?bersteht. Der technologische Fortschritt der 1960er und 1970er Jahre ermo?glichte den Vorstoß der Seilbahnen in die Gletscherregionen. Doch diese Pionierzeit hat ihre Dynamik nicht verloren und es gibt Bestrebungen zur Neuerschließung noch unberu?hrter Gletschergebiete. (Text: Verleih)
Als die Krieger des Islamischen Staates in ein Dorf in der Shingal-Region einfallen, wird für das junge jesidische Liebespaar Reko und Pero ein Albtraum zur schrecklichen Realität. Nachdem ein Großteil der Bewohner von den Terroristen ermordet worden ist, werden viele junge Mädchen und Frauen, unter ihnen auch Pero, als Sklaven verkauft. Doch Reko gibt nicht auf und - dank seiner unermüdlichen Suche - gelingt es ihm schließlich, Pero in Syrien aufzuspüren und sich mit ihr in ein Flüchtlingslager zu retten, in dem bereits ihre Familien Zuflucht fanden. Aber trotz ihrer Rettung ist Pero ist nicht mehr die, die sie einmal war... (vf)
Quentin Tarantinos geniales, ruppiges Regiedebüt mit Harvey Keitel, Tim Roth, Chris Penn, Steve Buscemi, Michael Madsen u.a. ist das eiskalte, geschickt montierte Psychogramm einer Bande von Verbrechern: Nach einem gescheiterten Coup vermuten die Gangster, dass der Verräter in den eigenen Reihen zu suchen sein muss. Die Folterung einer Polizei-Geisel in einem Lagerschuppen in Los Angeles liefert ihnen jedoch keinen entscheidenden Hinweis. Schließlich beginnen die mißtrauischen Verbrecher, sich gegenseitig umzubringen ...