Im Irland des 19. Jahrhunderts ist es als Frau nicht möglich, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Albert Nobbs hat deshalb früh beschlossen, ihre weibliche Identität abzulegen und stattdessen in die Rolle eines Mannes zu schlüpfen. So arbeitet sie als Butler in einem vornehmen Hotel in Dublin und führt damit alle hinters Licht. Alle, bis auf den attraktiven Hubert Page, ebenfalls eine Frau, die ihr Geheimnis bewahrt und sie ermutigt, dem Gefängnis zu entfliehen, das sie sich selbst geschaffen hat. (j.b.)
Mit seinem unermüdlichen Einsatz für die Menschen dieser Welt zählt Albert Schweitzer schon 1949 zu den wenigen, die über Humanität und soziales Engagement nicht nur reden, sondern sie ganz konkret leben und aktiv verwirklichen. Dafür hat der Philosoph und Arzt ein Krankenhaus mitten im afrikanischen Urwald eröffnet, er hat sich nun auf den Weg in die USA gemacht, um Spenden für sein Projekt zu sammeln. Doch in einer Zeit des Kalten Krieges und der wachsenden Atomgefahr gerät er hier schon bald zwischen die Fronten der internationalen Politik und setzt damit schließlich sein Lebenswerk aufs Spiel. (j.b.)
Es ist eine filmische Reise durch eine einzigartige Kunst- und Lebenswelt. Eine Reise, bei der der Zuschauer durch die Augen des Künstlers Alberto Giacometti, dessen Werk zu den bedeutendsten der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts gehört, blicken darf. Aber auch durch die seiner Freunde und Kollegen, dessen Leben er nicht nur durch seine Kunst bereichert und geprägt hat. Und so ist der Dokumentarfilm "Alberto Giacometti - Die Augen am Horizont" ein Film über Gedanken und Gefühle, über Kunst und Erinnerung. (j.b.)
Es ist eine filmische Reise durch eine einzigartige Kunst- und Lebenswelt. Eine Reise, bei der der Zuschauer durch die Augen des Künstlers Alberto Giacometti, dessen Werk zu den bedeutendsten der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts gehört, blicken darf. Aber auch durch die seiner Freunde und Kollegen, dessen Leben er nicht nur durch seine Kunst bereichert und geprägt hat. Und so ist der Dokumentarfilm "Alberto Giacometti - Die Augen am Horizont" ein Film über Gedanken und Gefühle, über Kunst und Erinnerung. (j.b.)
Ein Filmporträt über den Schweizer Künstler Albrecht Schnider und die Kunst des Sehens. Nicht nur die Kunstwelt hat sich in den letzten 60 Jahren weiterentwickelt, auch die Sehgewohnheiten haben sich radikal verändert. Die digitale Bildüberflutung lässt wenig differenziertes Betrachten zu. Umso mehr drängt sich die Frage auf, ob sich das Ringen um "Wahrheit" oder "Stimmigkeit" im Bild nicht längst als unzeitgemäß erledigt hat? Ein außergewöhnlicher Mann, ein scheuer Bauernsohn aus dem luzernischen Hinterland, der die Anonymität der Großstadt sucht, Kontakten ausweicht und doch bereit ist, sein Schaffen beobachten zu lassen und zu kommentieren. Der Schweizer Künstler Albrecht Schnider lebt in Berlin und lehrt an der Hochschule der Künste Bern. Da, wo er vor 30 Jahren begonnen hat, fokussiert er nun seinen Unterricht auf: Sehen - Empfinden - auf das eigene Schauen vertrauen. Längst werden seine Werke in Galerien international gehandelt. Museen widmen ihm Einzelausstellungen. So könnte es weitergehen: Erfolg, Wohlstand und ein beneidens-wertes Künstlerleben. Doch Albrecht Schnider möchte sich dem Tempo des Kunstmarkts nicht unterordnen. Die Produktion seiner großformatigen erfolgreichen Acrylgemälde reduziert er und beginnt eine neue Schaffensphase: Den Kern seiner Malerei sucht er zu ergründen, das Absolute im gestalterischen Gestus, das Wahrhaftige - oder wie auch immer man es nennen mag. Jetzt konzentriert sich Albrecht Schnider auf kleinformatige, monochrome Pinsel-Etüden. Das bedeutet unablässiges Malen, Betrachten und wieder Zerstören des eben Gestalteten. Oft wochen- oder gar monatelang an derselben Leinwand. Bis er nach ungezählten Versuchen plötzlich inne hält, sein jüngstes Werk betrachtet und feststellt: "Das Bild schaut mich an!" Diesmal stecke mehr dahinter, erklärt er, ein Funken Wahrheit, ein Stück Authentizität, etwas ,Endgültiges', das allen vorgängigen Versuchen fehlte. Und nur dieses eine Bild wird Albrecht Schnider auf den Kunstmarkt bringen. Von den kleinen 'endgültigen' Leinwänden schaffen es neun zu einer Ausstellung ende 2015 nach New York. Der Erfolg bestätigt Schnider in seiner neuen ,endgültigen' Schaffensphase. Namhafte New Yorker Kunstkenner wünschen sich mehr von diesen minimal intensiven Arbeiten für den amerikanischen Kunstmarkt, als Beispiel, wie sich mit wenig viel ausdrücken lässt. (Quelle: Verleih)
Albrecht Weinberg überlebt den Holocaust. Sechzig Jahre nach dem Exil in Amerika kehrt er in seine alte Heimat Ostfriesland zurück. Nicht, weil er Deutschland noch einmal sehen will, sondern weil er fast blind ist und auf Hilfe angewiesen ist. In Leer kommt er am vermeintlichen Ende seines Lebens an -- und findet dort etwas, womit niemand mehr gerechnet hat: einen Neubeginn an der Seite von Gerda Dänekas, einst seine Pflegerin, nun seine Freundin und Mitbewohnerin. Zusammen sind sie die älteste WG Deutschlands. Und Albrecht beginnt zu erzählen: von seinem Leben, von "Mama" und "Papa", von dem, was bleibt, wenn alles verloren ging. Der Zuschauer erlebt, wie Schüler neben dem alten Mann im Rollstuhl hinknien und in Tränen ausbrechen, weil die Wucht seiner Geschichte kaum auszuhalten ist. Albrecht trägt das Grauen in seinem Kopf und im Herzen ein kindliches Vertrauen gegenüber den Menschen, die ihm begegnen. Zugewandt, liebevoll, immer neugierig und offen. Selbst ein ehemaliger Wehrmachtssoldat, der ihm begegnet, kann daran nichts ändern. Albrecht weint, er lacht, er fährt mit dem Leeraner Bürgermeister Karussell und erinnert sich an jedes Detail einer Vergangenheit, die nicht vergehen darf. Bis zuletzt bleibt seine größte Angst das Vergessen. Albrecht Weinberg starb am 12. Mai im Alter von 101 Jahren. Er hinterlässt Hunderte Freunde und Weggefährten sowie seine beste Freundin Gerda, die nun nicht mehr mit Albrecht, aber mit seinem Film durch Deutschland reist - gegen das Vergessen.
Seit ihr älterer Bruder Dennis vor zwei Jahren in den Tod gesprungen ist, versucht die 17-jährige Rebekka vergeblich, seinen Suizid für sich zu verarbeiten. Ihre Eltern sind vor allem mit dem Aufrechterhalten ihrer bürgerlichen Fassade beschäftigt und haben, wie auch die Dorfgemeinschaft, längst einen "Schuldigen" an Dennis' Tod ausgemacht: Vincent, seinen besten Freund, der damals gemeinsam mit ihm von der Brücke gesprungen ist und den Sturz wie durch ein Wunder überlebt hat. Als dieser nach langer Abwesenheit in den kleinen Ort im Schwarzwald zurückkehrt, reißen die alten Wunden wieder auf. Rebekka aber sieht in dem abweisenden Sonderling die einzige Möglichkeit, endlich zu verstehen, wer ihr Bruder wirklich war. Gegen den erbitterten Widerstand von Rebekkas Eltern kommen sich die beiden Jugendlichen näher und es entwickelt sich eine stürmische Liebesbeziehung, die heilsam, aber auch zunehmend zerstörerisch wirkt. Rebekka wird dabei tiefer in die Gefühlswelt ihres Bruders gezogen, als ihr lieb sein kann. Als die Situation eskaliert, muss sie eine harte Entscheidung treffen. (Quelle: Verleih)
Seit 80 Jahren hat die Familie Solé in Alcarràs Pfirsiche angebaut. Nun versammelt sie sich, um gemeinsam die letzte Ernte zu realisieren. Denn das Land gehört ihnen nicht, der Großgrundbesitzer Pinyol hatte es ihnen einst überlassen, als Dank für seine Rettung im Spanischen Bürgerkrieg. Nun will der junge Pinyol vom Handschlag seines Urgroßvaters nichts mehr wissen. Er will das Land zurück, um eine einträgliche Photovoltaik-Anlage darauf zu errichten. (Quelle: Verleih)
Frac, der Clown, hat seinen Glauben an die Kunst verloren und will sich deswegen vor einen Zug werfen. Er wird jedoch von einer Waisen und der feengleichen Artistin Giuletta abgehalten. Frac und Giuletta verlieben sich. Aber diese Romanze sieht Giulettas Vater, der Zirkusvorstand, nicht gerne. (VA)
In der Nacht ihres 25. Geburtstages wird Yeliz von Alpträumen heimgesucht, in denen sich blutige und schmutzige Geheimnisse über ihre Familie offenbaren. Yeliz versucht sich von den immer wiederkehrenden Alpträumen zu befreien und will sich von einem alten Familienfreund helfen lassen. Es stellt sich heraus, dass ihr Gegner nicht von dieser Welt ist: Gemeinsam tauchen sie in die Welt der Dämonen ein, die zu Begreifen an die Grenzen des menschlichen Verstandes geht. (Quelle: Verleih)
2022 wurde Ales Bialiatski für seinen Einsatz für Demokratie und Menschenrechte in Belarus mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Den Preis konnte er jedoch nicht persönlich entgegennehmen. Ales Bialiatski ist einer von über 1.400 politischen Gefangenen in Belarus. Ein kurzer Rückblick: Im Sommer 2020 gingen hunderttausende Belarus*innen aus Protest gegen die von Diktator Lukaschanka gefälschten Präsidentschaftswahlen auf die Straße. Sie forderten freie Wahlen und ein Ende der Diktatur. Die friedlichen Proteste ließ das Regime blutig niederschlagen. Zehntausende wurden verhaftet und gefoltert, tausende zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt. Einige bezahlten den Protest mit ihrem Leben. Viele flohen ins Exil. Bis heute sind schwere Menschenrechtsverletzungen in Belarus trauriger Alltag. Warum sollte uns die Situation in Belarus nicht egal sein? Was hat Belarus mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu tun? Wie unterstützen Bundestagsabgeordnete die politischen Gefangenen in Belarus? Wie unterstützt die Bundesregierung die belarusische Demokratiebewegung? Wie kannst Du die demokratischen Kräfte aus und in Belarus unterstützten? Quelle: Verleih
300 Jahre vor Christus wurde Weltgeschichte geschrieben. Der junge Alexander, ein mazedonischer König, führt die griechische und mazedonische Armee in fremde und geheimnisvolle Länder. Nie werden sie besiegt, und jeder, der sich ihnen in den Weg stellt, wird dafür bestraft. Der junge Alexander baut sich ein Reich, wie es die Welt zuvor noch nicht gesehen hat. (aga)
Als er noch als Bäckereigehilfe sein Geld verdiente, ahnte wohl niemand, dass er eines Tages die Theaterbühnen erobern, dass er mit Bertolt Brecht und Erwin Piscator arbeiten, dass er der Star des expressionistischen Films werden würde. Doch mit der Rolle des "Nosferatu" wurde Alexander Granach unsterblich. Die Dokumentation begibt sich auf eine eindrucksvolle und außergewöhnliche Zeitreise und zeichnet den Weg dieses Ausnahmedarstellers nach - von seiner Kindheit in Galizien bis nach Hollywood. (j.b.)
Als er noch als Bäckereigehilfe sein Geld verdiente, ahnte wohl niemand, dass er eines Tages die Theaterbühnen erobern, dass er mit Bertolt Brecht und Erwin Piscator arbeiten, dass er der Star des expressionistischen Films werden würde. Doch mit der Rolle
"My shows are about Sex, Drugs and Rock'n'Roll": Lee Alexander McQueen brachte den Punk zurück in die Modewelt. Ein exzentrischer Designer, der 1993 sein eigenes Label "Alexander McQueen" gründete und mit seinen opulenten Modeschauen immer für Skandale sorgte. Doch das 2010 verfrüht verstorbene Ausnahmetalent war weit mehr als ein Enfant terrible, das die Öffentlichkeit mit seinen kreativen Ideen provozierte und schockierte. Dem außergewöhnlichen Designer und Menschen gelang es, sein Publikum weit über die Grenzen der Modewelt hinaus mit seiner Arbeit zu berühren. Das zeigt unter anderem der überwältigende Erfolg der Ausstellung "Savage Beauty": 2011 sorgte die Hommage an das Spätwerk des Künstlers Alexander McQueen im New Yorker Metropolitan Museum of Art für sehr großes Aufsehen, bevor sie 2015 mit fast 500.000 Besuchern zur erfolgreichsten Ausstellung aller Zeiten im Londoner Victoria and Albert Museum wurde. (Quelle: Verleih)