Der deutsche Botschaftsmitarbeiter Herbert Neumann führt in Tbilisi ein langweiliges, monotones und einsames Leben. Die georgische Hauptstadt und auch die Menschen sind ihm fremd geblieben und so verbringt er die meiste Zeit allein. Das ändert sich jedoch, als er die 12-jährige Sashka kennen lernt, die in einem Flüchtlingslager am Rande der Stadt lebt. Zwischen den beiden beginnt sich immer mehr eine ungewöhnliche Freundschaft zu entwickeln, die ihnen nicht nur neue Lebensfreude schenkt, sondern auch immer mehr Verdächtigungen und Misstrauen weckt. (j.b.)
Umdeutung eines Themas aus den 50er Jahren. Der Traum vom Film ließ damals die Leute in die Cinecittá pilgern, um dort eine Rolle zu ergattern. Heute läuft das anders: Ein Betrüger fährt auf Sizilien herum und gibt sich aus als Talentsucher. Er zieht den ländlichen Bewohnern das Geld aus der Tasche, indem er Probeaufnahmen gegen Entgelt macht. Die Probeaufnahmen zeigen wie in den 50ern: Arm sind die Menschen, wenn sie an den Film glauben.
Pauls (Jean Dujardin) Leben spielt sich zwischen dem Schiffbau-Geschäft und seinem schönen Haus am Meer mit Frau (Marie-Josée Croze) und Tochter (Daphné Richard) ab. Als er eines Tages auf hoher See in ein merkwürdiges Wetterphänomen gerät, beginnt er unaufhaltsam zu schrumpfen, ohne dass die Ärzte es erklären könnten oder ein Gegenmittel hätten. Seine vertraute Umgebung verwandelt sich plötzlich in eine feindliche Welt, in der Begegnungen mit Katzen, Mausefallen und Spinnen zu einer Frage von Leben und Tod werden und er um sein Überleben kämpfen muss. (Quelle: Verleih)
Anwalt Ransom Stoddard (James Stewart) wird auf seiner Reise in das Städtchen Shinbone vom berüchtigten Liberty Valance (Lee Marvin) überfallen. Der hart gesottene Cowboy Tom Doniphon (John Wayne) findet Stoddard und bringt ihn beim Ehepaar Ericson (John Qualen und Jeanette Nolan) unter. Dort hilft der ausgeraubte Anwalt im Restaurant aus, um finanziell wieder auf die Beine zu kommen. Die hübsche Hallie (Vera Miles), die im Restaurant bedient, verliebt sich in ihn. Stoddard will Valance mit friedlichen Mitteln das Handwerk legen, damit in der Gegend Recht und Ordnung herrschen. Das erweist sich aber als unmögliches Unterfangen, weil Valance nicht zurückweichen will. Als der Revolverheld in der Stadt auftaucht, scheint eine Konfrontation mit dem friedfertigen Ransom Stoddard unausweichlich.
Der Mann, der nie im All war. Dieser Mann, das ist Tasillo. Er lebt und arbeitet in Mittweida, eine kleine Stadt in Sachsen. Tasillo hat hier, in einem unscheinbaren Haus etwas entstehen lassen, was einmalig ist, für die Stadt, die Region und weit darüber hinaus: die größte private Raumfahrtsammlung der Welt. Der Mann, der nie im All war, er lebt für seine Welt, die Raumfahrt, das Weltall, das Universum. Sein Herz schlägt genau dafür, und zwar unendlich stark und engagiert. Jeden Moment seines Lebens widmet er seiner Leidenschaft; glücklich und zufrieden. 100.000 Exponate hat er über viele Jahrzehnte zusammengetragen. Zu jedem Handschuh und Helm, zu den vielen Fotos, Unterschriften, Raketen und Bauteilen gibt es eine Geschichte; und Tasillo kann sie erzählen, denn es ist auch immer seine Geschichte. Doch was passiert, wenn er geht? Mit 67 Jahren möchte er sein Lebenswerk übergeben, doch seine Heimstadt Mittweida kann mit der Sammlung wenig anfangen. Und so beginnt seine Reise, um für seine Sammlung und seine Lebensgeschichte ein neues Zuhause zu finden und um sein Erlebtes festzuhalten. Tom Lemke hat Tasillo einige Jahre auf dieser Reise begleitet. Mit langen Einstellungen und einer Bildästhetik, die der sowjetischen Raumfahrt schmeichelt, portraitiert er einen Menschen, der zielstrebig seiner Idee nachgeht aber gleichzeitig die Leidenschaft für die Raumfahrt immer noch mit fast kindlicher Neugier und Freude durch sein Leben trägt. Eine Geschichte über die Kraft von Träumen und darüber wie schwer es mitunter ist, seine eigenen Geschichten festzuhalten. (Quelle: Verleih)
Als bester Mann des US-Geheimdienstes hat sich der erfahrene Agent Roger Ferris beim weltweiten Einsatz selbst in den aussichtlosesten Situationen bewährt. Und während das Leben eines Menschen dabei selten mehr wert ist als die Informationen, die er hat, hängt Ferris` eigenes Leben oft von einer einzigen Stimme ab: Der Stimme des CIA-Agenten Ed Hoffmann, der seinen Krieg per Computer und Telefon vom Wohnzimmer aus führt. Doch im Kampf gegen den internationalen Terrorismus ist Vertrauen eine gefährliche Taktik. Manchmal aber auch die einzige. (j.b.)
Sam Ali, ein junger impulsiver Syrer, muss sein Land verlassen, um dem Krieg zu entkommen. Um nach Europa reisen zu können und mit der Liebe seines Lebens zu leben, akzeptiert er, dass sein Rücken von einem der provokantesten zeitgenössischen Künstler der Welt tätowiert wird. Sam verwandelt seinen eigenen Körper in ein prestigeträchtiges Kunstwerk. Dabei wird er jedoch erkennen, dass seine Entscheidung alles andere als Freiheit mit sich bringen wird. (Quelle: Verleih)
Weil sein Heimatplanet eine Dürre erlebt, landet Thomas Jerome Newton mit einem Raumschiff in New Mexico. Um an Reichtum und genügend Wasser zur Rückkehr zu gelangen, gründet Thomas eine Firma, die fortschrittlichste Technologien unter die Menschen bringt. Obwohl er schnell Unmengen an Geld besitzt, hält ihn eine sich zuspitzende Spirale aus Sex und Drogen auf der Erde fest. Musiklegende David Bowie spielt den Mann, der vom Himmel fiel, als Lustobjekt des Körperkinos. Als Alien empfindet er dabei gegenüber der Erde Abscheu und Faszination zugleich und präsentiert sich sowohl als Sieger als auch Opfer einer unmenschlichen Welt. (nd)
Während seines Urlaubs in Marokko gelangt ein amerikanischer Arzt durch Zufall in den Besitz von Informationen über ein geplantes Attentat gegen den britischen Premierminister. Er kann aber nicht die Polizei alarmieren, da die Geheimorganisation seinen Sohn entführt und ihn damit erpresst. Mit Intelligenz und Raffinesse inszenierter, spannender Thriller von Alfred Hitchcock, der mit diesem Remake seinen gleichnamigen Film von 1934 noch einmal aufgreift und zum Meisterwerk weiterentwickelt.
Ein jüdischer Krimi in den Alpen rund um den ehemaligen Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Tirols, Ernst Beschinsky. Ein Mann mit diesem Namen stirbt zweimal - einmal 1969 in Israel und ein zweites Mal 1987 in Innsbruck. Das bleibt zunächst unbemerkt. Als 2010 ein Verwandter ein Haus als Erbe hinterlässt, stellt sich sowohl in Israel als auch in Innsbruck die Frage: Wer war Ernst Beschinsky wirklich? Der Enkel des "echten" Beschinsky, der Dokumentarfilmer Yair Lev, macht sich auf den Weg, um herauszufinden, wer die Identität seines Großvaters gestohlen hat. Dabei trifft er auf Verwandte von der "anderen Seite", und es entspinnt sich ein spannender Plot, in dem prominente Tiroler Nazi-Familien eine ebenso große Rolle spielen wie ihre unerwartete Unterstützung bei der Rettung des Innsbrucker Präsidenten Beschinsky durch die Nazi-Zeit. Es geht um die Angst vor Skandalen, eine Liebesgeschichte und Irreführungen durch die Behörden. Achtzig Jahre nach Kriegsende findet die Enkelgeneration der beiden Beschinskys zu einer gemeinsamen, versöhnlichen Sicht der Ereignisse. Eine wahre Geschichte, erzählt durch zahlreiche gefälschte Dokumente und viele authentische Berichte. (Text: Geyrhalter Film)