Eigentlich stand einer großen Karriere bei einem der führenden Agrarkonzerne des Landes für Mark Whitacre nicht wirklich etwas im Wege und dafür hätte der kluge Biochemiker auch nur eines tun müssen: schweigen. Stattdessen entschließt der sich jedoch, seinen Arbeitgeber wegen illegaler Preisabsprachen beim FBI zu verpfeifen. Und so kehrt er seinem braven und wenig spektakulären Angestellten-Dasein kurzerhand den Rücken und stürzt sich voller Elan in das aufregende Leben eines echten Geheimagenten. (j.b.)
Bruno Bonomo ist Filmproduzent. Doch leider kein sehr guter. Seine Filme sind allesamt zweitklassige B-Movies und von eher zweifelhafter Qualität. Aber nicht nur beruflich geht es für Bruno steil bergab. Auch seine Ehe droht immer mehr in die Brüche zu gehen. Um diese finanzielle und private Talfahrt endlich zu stoppen, will er den ganz großen Wurf landen. Da fällt ihm das Drehbuch einer jungen, lesbischen Filmemacherin in die Hände. Dieses ist mehr als ein mittelmäßiger Thriller. Es ist eine Abrechnung mit den politischen Machenschaften Silvio Berlusconis. (j.b.)
Carl Allen ist kein Mann, der die Chancen des Lebens bei den Hörnern packt. Er ist eher von der zögerlichen Sorte und weicht den Dingen lieber aus, statt sie zu ergreifen. Doch dann verändert der Besuch bei einem Motivationstrainer sein ganzes Leben. Denn fortan wird aus dem notorischen Nein-Sager ein Mensch, der mit einem fröhlichen "Ja" auf den Lippen durch die Welt geht, und damit öffnen sich für Carl nicht nur beruflich ungeahnte Möglichkeiten. Leider hat aber auch das ständige Ja-Sagen so seine Schattenseiten. (j.b.)
Als Sylvia nach vielen gemeinsamen Jahren plötzlich von ihrem Ehemann verlassen wird, setzt ihre Freundin Bernadette alles daran, um sie wieder auf andere Gedanken zu bringen. Kurzerhand ruft sie deshalb sogar einen Buchclub ins Leben und lädt dazu nicht nur Sylvia, sondern auch ihre Tochter Allegra, die junge Lehrerin Prudie und die allein lebende Jocelyn ein. Gemeinsam wollen die fünf Frauen einmal im Monat über ein Buch von Jane Austen diskutieren. Doch schon bald stellen sie fest, dass die Geschichten der Autorin sich von ihren eigenen gar nicht so sehr unterscheiden. (j.b.)
Der Dokumentarfilm "Der jenseitige Abgrund" nimmt die globalisierungskritischen Proteste des Jahres 2001 in den Blick, von Salzburg bis Genua. Die Hoffnung auf eine bessere Welt scheiterte damals an einer brutal agierenden Staatsgewalt, die mit Carlo Giuliani ihr erstes Todesopfer forderte. Gin Müller, um die Jahrtausendwende Mitglied der volxtheaterkarawane, und vier andere AktivistInnen folgen den Spuren ihres Protests, der sich in Salzburg vor allem gegen das World Economic Forum richtete und der beim G-8-Gipfel in Genua seinen tragischen Wendepunkt erfuhr. Fazit: Resignation kann keine Antwort sein.
Basilio lebt allein in einer verlassenen sizilianischen Villa und schreibt Musik. Er wird von einem mysteriösen Mentor heimgesucht, der ihn mal wie ein Kind mal wie ein alter Mann dazu antreibt, die "wahre Poesie" zu suchen. Als Basilio wenig später auf die ebenfalls mysteriöse Karla trifft, beginnt sich seine Welt mehr und mehr in ein Gedicht zu verwandeln. (Quelle: Verleih)
Während sich der zwölfjährige Häuptlingssohn Winnetou (Mika Ullritz) selbst bereits als großer Krieger sieht, ist sein Vater Intschu-tschuna (Mehmet Kurtulus) der Meinung, sein Sohn müsse erst noch lernen, sein hitziges Gemüt zu zügeln und Verantwortung für andere zu übernehmen. Winnetou ergreift die Chance, sich seinem Vater gegenüber zu beweisen, als das Ausbleiben der Büffel die Apachen existenziell bedroht. Dazu muss er sich mit dem Waisenjungen Tom (Milo Haaf) arrangieren und sich auf ein gefährliches Abenteuer begeben, denn nur gemeinsam mit ihm und mit Unterstützung seiner Schwester Nscho-tschi (Lola Linnéa Padotzke) kann Winnetou das Volk der Apachen retten. (Quelle: Verleih)
Natürlich weiß der achtjährige Bruno, dass Krieg herrscht, aber was das genau bedeutet, weiß er eigentlich nicht. Alles, was er weiß, ist, dass er wegen der Beförderung seines Vaters Berlin verlassen und in eine vollkommen fremde Gegend ziehen muss, in der er sonst niemanden kennt. Dann lernt er allerdings den Gleichaltrigen Shmuel kennen, der sich ebenso zu langweilen scheint wie er selbst, und freundet sich mit ihm an. Doch etwas ist anders an dem Jungen auf der anderen Seite des Zauns, der jeden Tag einen gestreiften Pyjama trägt... (j.b.)
Paris, 1844, am Vorabend der industriellen Revolution: der 26-jährige Karl Marx (August Diehl) lebt mit seiner Frau Jenny (Vicky Krieps) im französischen Exil. Als Marx dort dem jungen Friedrich Engels (Stefan Konarske) vorgestellt wird, hat der notorisch bankrotte Familienvater für den gestriegelten Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers nur Verachtung übrig. Doch der Dandy Engels hat gerade über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben, er liebt Mary Burns, eine Baumwollspinnerin und Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Engels weiß, wovon er spricht. Er ist das letzte Puzzlestück, das Marx zu einer rückhaltlosen Beschreibung der Krise noch fehlt. Marx und Engels haben denselben Humor und ein gemeinsames Ziel. Sie respektieren und inspirieren sich als Kampfgefährten - und sie können sich hervorragend miteinander betrinken. Zusammen mit Jenny Marx erarbeiten sie Schriften, die die Revolution entzünden sollen. Die sozialen und politischen Krisen brodeln, doch die Intellektuellen in Deutschland und Frankreich reagieren nur mit ausflüchtender Rhetorik. Marx und Engels wollen nicht mehr nur Theorie, sondern Wirklichkeit, sie wollen den Massen ein neues Weltbild geben. Doch dafür müssen sie die Arbeiterbewegung hinter sich bringen - nicht so leicht, denn mit ihrer jugendlichen Anmaßung stoßen Marx und Engels so manchen gestandenen Revolutionär vor den Kopf. Trotz Zensur, Polizeirazzien und internen Machtkämpfen lassen sie nicht nach in ihren Versuchen, eine neue Vision von menschlicher Gemeinschaft zu formulieren.(Quelle: Verleih)