Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gelang Josef Mengele, dem NS-Arzt, der im Vernichtungslager Auschwitz praktiziert hatte, die Flucht aus Deutschland. Mit Hilfe von SS-Soldaten und der Unterstützung wohlhabender südamerikanischer Familien ging er nach Argentinien, um unterzutauchen. Von Buenos Aires nach Paraguay, mit Aufenthalten im brasilianischen Urwald, organisierte der sogenannte Todesengel sein methodisches Verschwinden und entging jeglicher Form von Prozess. (Quelle: Verleih)
Was für eine Karriere: Jet-Set-Supermodel, engagierte Feministin, Journalistin und Dozentin - Benedetta Barzini hat in ihrem Leben schon einige Widersprüche verbunden. In den 60er Jahren posierte sie für die "Vogue" und andere Modemagazine, war Muse von Andy Warhol und Salvador Dalì. Später wurde sie zur eloquenten feministischen Kritikerin der Modebranche. Mit 75 Jahren hat Benedetta mit ihrem früheren Leben und ihrer Umwelt abgeschlossen und will verschwinden. Dass ihr Sohn Beniamino nun einen Film über sie drehen will, löst zwischen den beiden eine unerwartete Zusammenarbeit und zugleich Konfrontationen vor der Kamera aus. Das faszinierende Porträt einer außergewöhnlichen Frau und zugleich ein sehr persönlicher Film über eine komplexe Mutter-Sohn-Beziehung...
In der idyllischen Flusslandschaft der Elbe verwirklichen vier Freunde ihren Traum von einer Hausgemeinschaft. Sophie, Thies, Bodo und Inga wollen die Limitierungen der Kleinfamilie überwinden und wünschen sich intakte Gemeinschaft. Doch es kommt anders: die Wirkmacht einer Lüge stellt alles in Frage, was sie sich gemeinsam aufgebaut haben.
Detective Jerry Black wird kurz vor seiner Pensionierung mit einem grausigen Anblick konfrontiert. Es ist ein Mädchen, das sexuell missbraucht und bestialisch ermordet wurde. Schockiert von dieser Tat verspricht Jerry der Mutter des ermordeten Mädchens, den Täter aufzuspüren. Als der angebliche Täter nach Meinung der Kollegen gefasst wird, glaubt Jerry eher, dass der wirkliche Mörder immer noch frei herum läuft. Jerry plant eine Falle, die den Mörder überführen soll und die er seiner Meinung nach unter Kontrolle hat. Dass dieser Plan jedoch eskaliert und er dabei das Leben eines Mädchens, dass ihm viel bedeutet in Gefahr bringt, damit hatte er nicht gerechnet. (VA)
Balkrishna Doshi ist 1927 geboren, aber er ist der jüngste Architekt der Welt. Alles, worüber junge Architekten heute diskutieren, setze er seit Jahrzehnten um. Seit den 60er Jahren baute er nachhaltig: mit lokalen Materialien, energiesparend, mit natürlicher Klimatisierung. Seit den 80er Jahren baute er sozial: kostengünstige Siedlungen, die von den Slum-Bewohnern der indischen Großstädte weiterentwickelt werden und ihnen den sozialen Aufstieg ermöglichen. 2018 erhielt er dafür den Nobelpreis der Architektur, den Pritzker-Preis. Im Januar 2023 verstirbt BV Doshi hochbetagt "als ein glücklicher Mensch", wie Regisseur Jan Schmidt-Garre schreibt. (Quelle: Verleih)
Der brutale Doppelmord an Nancy und Derek Haysom 1985 war eine Mediensensation. Die Haysoms waren angesehene Mitglieder der virginianischen Gesellschaft - und der Schuldspruch gegen ihre Tochter Elizabeth und ihren deutschen Freund Jens Söring machte viele sprachlos. Die zwei hatten sich im August 1984 bei einem Orientierungsabend für die Hochbegabtenstipendiaten an der University of Virginia getroffen, er war sofort hingerissen von ihr. Sie war schön, unwiderstehlich, verwegen, das Produkt englischer Boarding Schools, er war jung, naiv, Sohn eines deutschen Diplomaten. Als die Ermittler in ihren Untersuchungen Elizabeth Haysom und Jens Söring immer näher kamen, flohen sie aus Amerika. Die Flucht war ein Abenteuer: Europa, Asien. Am 30. April 1986 wurden sie in England wegen Scheckbetrugs gefasst. Elizabeth Haysom gestand bei ihrem Prozess in den USA die Anstiftung zum Mord an ihren Eltern und wurde zu 90 Jahren verurteilt. Jens Söring kämpfte jahrelang gegen die Auslieferung in die USA, auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Erst als die Amerikaner auf die Beantragung der Todesstrafe verzichteten, wurde er in die USA ausgeliefert. Am 4. September 1990 wurde Jens Söring wegen Mordes zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Seitdem sitzen beide in US - Gefängnissen, nicht weit voneinander entfernt. (Quelle: Verleih)
Obwohl der Erste Weltkrieg endlich beendet ist, findet der australische Farmer Joshua Connor keinen Frieden, bevor nicht das Schicksal seiner drei Söhne, die nach der Schlacht von Gallipoli als vermisst gelten, nicht endgültig geklärt ist. Dafür tritt er sogar persönlich die lange Reise in die Türkei an. Doch dort sieht er sich als Angehöriger der früheren Kriegsgegner einer Mauer feindseligen Schweigens gegenüber. Lediglich Ayse, die bildhübsche Besitzerin eines Hotels in Istanbul, hilft dem verzweifelten Vater bei seiner unermüdlichen Suche. (v.f.)
Anna Bronsky ist Geigenlehrerin an einem Musikgymnasium. Sie setzt gegen den Willen ihrer Kollegen die Aufnahme eines Schülers durch, den sie für sehr talentiert hält. Engagiert bereitet sie Alexander auf die Zwischenprüfung vor und vernachlässigt dabei ihre Familie. Ihren Sohn Jonas, den sie in Konkurrenz zu ihrem neuen Schüler bringt, und ihren Mann Philippe. Ihr Kollege Christian, mit dem sie eine Affäre hat, überredet sie in einem Quintett mitzuspielen. Als Anna in einem Konzert als Geigerin versagt, treibt sie ihren Schüler zu Höchstleistungen an. Am Tag der entscheidenden Zwischenprüfung kommt es zu einem folgenschweren Unglück. (Quelle: Verleih)
In der Rahmenhandlung erfindet ein junger Poet romantische Geschichten zu den Jahrmarktsfiguren von Harun al Raschid, Iwan dem Schrecklichen und Jack the Ripper. Die Wachsnachbildungen werden in fantastischen Episoden lebendig, deren Spektrum von der düster-expressionistischen Schauerballade bis zur burlesken Farce reicht. Ein deutscher Stummfilmklassiker unter der Regie des Malers und Filmarchitekten Paul Leni, dessen spielerische Verbindung von komischen und unheimlichen Effekten stilbildend für das amerikanische Horror-Comedy-Genre wirkte.
Auf einer Reise in die Vergangenheit kehrt Laura nach vielen Jahren zum ersten Mal an den Ort ihrer Kindheit zurück: In ein altes, verlassenes Waisenhaus, in dem sie aufgewachsen ist. Sie möchte es wieder zum Leben erwecken, doch schon bald nehmen unheimliche Geschehnisse ihren Lauf. Vor allem ihr 7-jähriger Sohn Simón berichtet ihr von unsichtbaren Freunden. Freunden aus ihrer eigenen Zeit im Waisenhaus. Freunde, die er eigentlich gar nicht kennen kann. Und dann verschwindet er plötzlich. (j.b.)
Sophie verliebt sich in den Zauberer Hauro und wird deswegen von einer Hexe in eine alte Frau verwandelt. Sie macht sich auf die Suche nach Hauro, um den Fluch rückgängig zu machen. Als sie das Heim Hauros, das wandelnde Schloss, findet, arbeitet sie dort als Putzfrau. Ein Feuer-Teufel, der das Haus bewacht, und Hauros Assistent Markl werden bald ihre Freunde. Aber Hauro beachtet sie nicht und lebt unbekümmert und selbstverliebt in den Tag hinein. (aga)
Es ist die Geschichte eines Schul- und Kinderchors, wie es sie am Vorabend des Ersten Weltkriegs vermutlich fast überall im protestantischen Norden Deutschlands gegeben hat. Doch diese Geschichte ist anders. Denn geleitet vom Dorflehrer, passieren unter den Kindern und Jugendlichen, die aus den unterschiedlichsten Familien und sozialen Umständen stammen und hier gemeinsam singen, seltsame Unfälle. Und schnell kommt dabei ein schwerwiegender Verdacht auf... (j.b.)