Richard, der vorwitzige Jungspatz, der von einer Storchenfamilie adoptiert wurde, genießt die Überwinterung im nördlichen Afrika - doch nun wird es Zeit für die Heimreise und die Ernennung eines Leitstorch-Lehrlings, der den Schwarm anführt. Richard ist absolut siegessicher, doch als nicht er selbst, sondern sein Storchenbruder Max auserwählt wird, schwirrt Richard beleidigt ab und gerät dabei zunächst auf sich allein gestellt in ein turbulentes Abenteuer: Die junge Spätzin Samia und ihre Horde befinden sich in den Fängen des tyrannischen und eitlen Pfaus Zamano. Sie können ihre Freiheit erst zurückerlangen, wenn sie ein Rätsel lösen und das große Juwel für Zamano finden. Um Samia zu helfen, muss Richard lernen, was es bedeutet ein Team zu sein und seinen Freunden zu vertrauen, keine leichte Aufgabe...aber gemeinsam schafft man alles! (Quelle: Verleih)
"Alles soll weitergehen wie bisher. Auch das Filmdrehen." So der Auftrag von Thomas Heise, kurz vor seinem Tod, an seine langjährigen Wegbegleiter, den Kameramann Peter Badel und den Produzenten Heino Deckert. Unmittelbar davor hatten sie zusammen die Arbeit an Heises letztem Projekt begonnen: einem Film über seine Stadt Berlin und sein Leben. Nach nur wenigen Drehtagen erliegt der Regisseur einer kurzen, schweren Krankheit. Natürlich kann es nicht weitergehen wie bisher. Gemeinsam mit dem Editor Chris Wright sucht Peter Badel nach einer Form, Heises Idee fortzusetzen und seinen radikalen ästhetischen Ansätzen gerecht zu werden. Neben den Beobachtungen an der Schönhauser Allee entsteht nach einer umfassenden Recherche in Heises Nachlass sowie in zahlreichen Archiven ein Denkgebäude, ein Film für Thomas Heise. Bisher unveröffentlichte Texte, Tagebucheinträge, Fotos und Filmsequenzen werden fragmentarisch montiert, in einen Dialog mit der Gegenwart gesetzt. Es entsteht das Bild eines genauen, unbequemen Beobachters, über deutsche Staatsformen und Zeitgeschichte hinweg. Heise sagt dazu: "Dokumentarfilm hält länger als der Staat, in dem er entsteht." (Quelle: Verleih)
László Kovács, Autorenfilmer, wird die Finanzierung für sein Filmprojekt abgesagt: Zu alt, weiß und obendrein Herzprobleme! Fazit: Nicht mehr vermittelbar. Wollte der Ungar vom Balaton nicht mal ganz hoch hinaus? Was nun? Weiter seiner erfolgreichen Frau auf der Tasche liegen? Laszlo schliddert in eine waschechte Lebenskrise und findet erstmal Trost in der faszinierenden Anziehungskraft einer "Wahnsinnsfrau" aus dem Nachbardorf. Als sich aber ein Rechtspopulist im 120 Seelendorf zum einzigen Bürgermeisterkandidaten aufstellen lässt, besinnt sich Laszlo. Um "den rechten Deppen zu verhindern" lässt er sich als liberaler Gegenkandidat aufstellen. Bleibt nur die Frage ob Lászlós Ehe und er selbst den Dorf-Wahlkampf überleben? "Überleben in Brandenburg" ist eine Komödie über Altersdiskriminierung und die Post-Midlife-Crisis mit brandaktuellem Bezug zur politischen Situation. (Quelle: Verleih)
Das Zentrum des Films ist Stefan Stricker, der sich Juwelia nennt und seit vielen Jahren eine Galerie in der Sanderstraße in Berlin Neukölln betreibt. Hier lädt er an jedem Wochenende Gäste ein, denen er schamlos aus seinem Leben erzählt und poetische Lieder singt, die er mit seinem Freund aus Hollywood Jose Promis geschrieben hat. Juwelia war ihr Leben lang arm und sexy, hat stets um Anerkennung gekämpft, sie aber nur teilweise bekommen. Der Film begleitet sie nach New York, wo sie zum ersten Mal eine Ausstellung hat und dort auch auftritt. In ihrer hessischen Heimatstadt Korbach am Grab ihrer Mutter kommen Juwelia die Tränen. Ihre Mutter hat sich mit 82 Jahren das Leben genommen und die weibliche Seite ihres Sohnes nie akzeptiert. Juwelia ist Clown, Philosoph und Überlebenskünstler und immer noch ein Geheimtipp. Neben Juwelia treffen wir die 89 jährige Frau Richter, die im Alter von 50 Jahren nach Neukölln zog, um hier mit einer Frau glücklich zu werden. Wir treffen den androgynen kubanischen Sänger und Tänzer Joaquin la Habana, der mit seinem Mann zusammenlebt. Sein 17 jähriger Sohn ist stolz auf ihn. Wir treffen Mischa Badasyan aus Russland, einen Performancekünstler, der es sich zur Pflicht machte, ein Jahr lang jeden Tag mit einem anderen Mann Sex zu haben. Und wir begegnen der syrischen Sängerin Enana, die nach ihrer dramatischen Flucht nach Berlin hofft, ein freieres Leben führen zu können, als Frau und als Lesbe. Patsy l'Amour la Love veranstaltet die "Polymorphia" Party- und Diskussionsreihe und bezeichnet sich selbst als Polittunte. Gerade hat sie ihre Magisterarbeit "Selbsthass und Emanzipation" veröffentlicht. Neukölln war immer ein armer, proletarischer Bezirk mit viel Kriminalität. Vor zehn Jahren kamen wegen der billigen Mieten die Künstler. Seit fünf Jahren entwickelt sich Neukölln zum Hipster-Bezirk und Mekka für Spekulanten. Mein Film ist ein Zeugnis des zurzeit spannendsten Teils von Berlin - und zugleich ein Zeugnis eines Bezirks, der bald seine Künstler, die sich die Mieten nicht mehr leisten können, vertreiben wird.