Der chassidische Rabbi und Amateur-Hora-Tänzer Moshe Yehuda (Jos Laniado) will an einem im Fernsehen übertragenen Tango-Wettbewerb teilnehmen, um seine hebräische Schule vor dem Bankrott zu retten. Aber es gibt ein großes Dilemma: Im orthodoxen Judentum darf ein verheirateter Mann keine andere Frau als seine Ehefrau berühren. Moshe holt sich die Unterstützung eines katholischen Priesters (Joe Bologna) und von Führern verschiedener anderer Glaubensrichtungen. Gemeinsam entwickeln sie einen Plan, um Moshe zu helfen, bei dem Wettbewerb zu tanzen, ohne seinen Moralkodex zu verletzen. (Quelle: Verleih)
Fünf junge Tänzerinnen und Tänzer tauchen Abend für Abend ein in die sinnlich-erotische Welt des Tango, fern seiner Heimat Argentinien: im Schwarzwald. Alle sind Single. Alle sind dem so leidenschaftlichen wie melancholischen Tanz verfallen. Alle wollen Begegnung, aufgehen im Paar, in Schönheit, Eleganz und Perfektion, und dabei auch gerne bewundert werden. Alle sind süchtig nach dem Kick, in der Umarmung mit Fremden sich selbst zu finden. Die Erotik ist inszeniert, doch die Nähe ist echt. Das führt zu Konflikten, die das makellose Paar auf der Tanzfläche nicht zeigt. Wie viel ist Spiel, wie sehr halten die starren Geschlechterrollen des Tango gefangen? "Tango zu Besuch" blickt hinter die perfekte Fassade, zeigt die Gegensätze und wie sie sich in der kleinen Szene auswirken. Ruben ist froh über die klare Rollenverteilung. Susanna dagegen macht sich für mehr Gleichberechtigung stark. Christian genießt die flüchtigen Kontakte mit Frauen. Helena jedoch sucht nach echter Begegnung. Joscha wiederum will vom Zwischenmenschlichen nichts wissen. Er möchte Tango zu seinem Beruf machen, damit Geld verdienen. Schonungslos, trotzdem liebevoll und mit feinem Humor erzählt "'Tango zu Besuch", was sich in den Tanzsälen fern von Buenos Aires abspielt. Wie in der eigenen Eleganz bleiben, wenn der Partner herumstolpert? Man muss viele Jahre trainieren, um gut zu sein, um in der Tango-Szene akzeptiert zu werden. Wer will sich da schlechte Tänze ohne Kick zumuten? Arroganz hilft, "nein" zu sagen und um Ablehnung einzustecken. Joscha vermutet, seine Arroganz schütze ihn auch vor der extremen Nähe des Tango. So gehen die Unnahbaren wieder allein nach Hause, wenn die Musik verstummt ist, auch wenn sie auf den Partner fürs Leben gehofft haben. Glücklich oder unglücklich? Eine runde Milonga führt vom frischen Begehren zum wehmütigen Abschiedsschmerz im Zeitraffer durchs ganze Liebesdrama. Nach diesem ungewöhnlichen Tango-Film weiß man, warum fünf junge Menschen auf höchst ästhetische und berührende Art gemeinsam einsam sind.
Als Tanja Liedke 2007 zur neuen künstlerischen Leiterin der Sydney Dance Company ernannt wurde, stand die damals 29-Jährige damit in ihrer Karriere vor dem ganz großen Durchbruch. Die Tänzerin und Choreographin war auf den großen Bühnen der Welt zu Hause, genoss einen außergewöhnlich guten Ruf und wurde rund um den Globus vor allem für ihre frische Herangehensweise geschätzt. Doch bevor sie ihre Stelle antreten konnte, verstarb Tanja Liedke bei einem tragischen Unfall. (j.b.)
Die 19-jährige Tanja aus den Niederlanden entscheidet sich dazu als Au-pair nach Kolumbien zu gehen und wird sofort mit den politischen Unruhen des Landes konfrontiert. Entsetzt durch die Ungerechtigkeit, die sie beobachtet, schließt sie sich der größten Guerilla-Armee der Welt, FARC, an und greift zur Waffe, um zu kämpfen. Nachdem Tanja zu einer Guerillera geworden ist, muss sie vor den Bombenanschlägen in der Stadt fliehen. Nach Jahren im gefährlichen Dschungel wird Tanja zu einem wichtigen Mitglied der Organisation und wird schließlich als Teil der FARC-Delegation bei Friedensverhandlungen eingesetzt. Durch ihren Einsatz ist sie maßgeblich an einem Friedensabkommen beteiligt, das den längsten Bürgerkrieg in der Geschichte Lateinamerikas offiziell beendet und mit dem Friedensnobelpreis geehrt wird. Obwohl sie sich auf eine Wiedervereinigung mit ihrer Familie vorbereitet hat, wird Tanja von einem Interpol-Haftbefehl aufgehalten, wegen der am längsten andauernden Entführung von US-Bürgern. Eine Geschichte eines jungen Mädchens, das ihre eigenen Grenzen überschreitet, um nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Mitmenschen zu verändern und um Frieden und Gerechtigkeit zu erreichen. (Quelle: Verleih)
TANNA gehört zu den schönsten Kino-Überraschungen des Jahres. Die Filmemacher Bentley Dean und Martin Butler haben sieben Monate auf der entlegenen Insel Tanna im Südpazifik gelebt und sich von den Einheimischen zu einer großen Liebesgeschichte nach wahren Begebenheiten inspirieren lassen: Die schöne junge Wawa und Dain, der Enkel des Dorf-Vorstehers der Yakel, haben sich einander heimlich versprochen, doch Ritus und Realpolitik stellen sich ihrer Liebe entgegen: Um einen gerade frisch aufgeheizten Konflikt mit einem rivalisierenden Stamm beizulegen, soll Wawa mit einem Mann der feindlichen Imedin verheiraten werden. Wawa und Dain weigern sich und fliehen durch die Regenwälder bis zum Gipfel des Funken speienden Vulkans. Gemeinsam suchen sie ihren eigenen Platz irgendwo zwischen den verfeindeten Völkern, zwischen Tradition und Aufbruch, zwischen Gefühl und Pflicht. (Quelle: Verleih)
Die Lieblings-Filmfiguren von "Yolki" sind zurück: Ihr Leben hat sich zwar drastisch verändert, aber der Glaube an Wunder am Vorabend des Neujahrfestes besteht weiterhin. Boris versucht mit Hilfe eines Freundes den Familienfrieden wieder herzustellen und die Liebe seines Sohnes und seiner Frau zurückzuerobern. Der liebevolle Andrej hat sich in der Zwischenzeit mit seiner Frau niedergelassen, ist aber extrem eifersüchtig geworden. Auch "Skiläufer" und "Snowboarder" sind nun beide in einer festen Beziehung - allerdings verbringen sie mehr Zeit mit ihren Computerspielen als mit ihren Freundinnen. Kostja ist auf den Weg zur Bohrinsel und versucht die Heirat von Zhenja aufzuhalten und Oma Manja sucht die große Liebe im Internet - dazu muss sie allerdings erst einmal wissen, wie sie eine Anzeige im Internet aufgibt, Varja und Vova helfen ihr dabei. Die Generationen ändern sich, "Yolki" bleibt!
Mit dieser Inszenierung von Richard Wagners romantischer Oper rund um die Geschichte des Ritters Tannhäuser und seiner Liebe Elisabeth gab nicht nur Regisseur Götz Friedrich 1972 sein Bayreuther Debüt. Auch John Neumeier gelang mit seiner Choreographie des Bacchanals der internationale Durchbruch. Doch Friedrichs Tannhäuser ist als Minnesänger ein künstlerischer Individualist und als solcher von seinen Zeitgenossen ebenso missverstanden wie einst Wagner selbst. (j.b.)
Es ist schon eine ganze Weile her, dass draußen im Tannenwald die Familie Danner auf ihrem einsamen und abgelegenen Hof brutal mit einer Spitzhacke erschlagen wurde, doch auch zwei Jahre später nennen ihn die Menschen im Dorf noch immer nur den "Mordhof". Niemand hat damals mitbekommen, wie der alte Danner und seine Frau, die Kinder und die neue Magd auf bestialische Weise in nur einer einzigen Nacht abgeschlachtet wurden. Und auch den Täter hat man bis heute nicht gefunden... (j.b.)
Seit der Scheidung von seiner Frau hatte Alberto nicht viel Zeit für seine Kinder und hat sich von ihnen immer weiter entfremdet. Genau das soll jedoch endlich anders werden. Deshalb lädt er Lucía und Federico auf einen gemeinsamen Urlaub in eine Ferienanlage ein. Alles soll perfekt werden und die kleine Familie wieder zusammenführen, doch leider macht ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Weil es nämlich ununterbrochen regnet, können sie die Zimmer nicht verlassen - und das trübt schon bald die Stimmung aller Anwesenden. (j.b.)
Ausgezeichnet mit dem Preis für interkulturellen Dialog beim Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg: "Eine mutige Recherche und Dokumentation, die ein tragisches Ereignis in der komplexen Geschichte Israels und Palästinas ans Licht bringt. Ein Versuch der Versöhnung durch kollektive Erinnerung", so die Jurybegründung. 1948 wurden hunderte von palästinensischen Dörfern entvölkert. Für die Israelis war es der Unabhängigkeitskrieg, für die Palästinenser*innen war es die "Nakba" - die Katastrophe. Als der israelische Masterstudent Teddy Katz ein Massaker an palästinensischen Zivilisten im Zusammenhang mit der Unabhängigkeit Israels akribisch dokumentierte, wurde er zunächst für seine bahnbrechende Arbeit gefeiert. Doch schon bald wurde ihm der Mastertitel aberkannt und er wurde öffentlich als betrügerischer Verräter beschimpft. Jahrzehnte später tauchen brisante neue Beweise auf, die Teddys ursprüngliche Erkenntnisse bestätigen und nicht nur ihn rehabilitieren, sondern auch tiefgreifende Fragen darüber aufwerfen, wie Israelis - und wir alle - mit den dunkleren Kapiteln der Geschichte umgehen. Regisseur Alon Schwarz besucht ehemalige israelische Soldatinnen und palästinensische Einwohnerinnen, um die Geschehnisse in Tantura, dem Ort eines angeblich von Israel verübten Massakers, erneut zu untersuchen und herauszufinden, warum die "Nakba" in der israelischen Gesellschaft immer noch ein Tabu ist. /Alon Schwarz ist ein preisgekrönter Dokumentarfilmregisseur. Im Jahr 2017 führte er Regie und produzierte den Dokumentarfilm Aida's Secrets, der bei Hot Docs uraufgeführt wurde, den Publikumspreis beim Docaviv Festival in Tel Aviv gewann und in den USA und Israel in die Kinos kam.
Wenn Du von ganzem Herzen Dein Leben verändern willst, dann schaffst Du das!, versichert der Kapverdier Alcindo (31) seiner französischen Freundin. Seit zwei Wochen lebt sie bei ihm, im Kraterdorf der Vulkaninsel Fogo. Neben ihr haben es auch der dänische Familienvater Vincent (42) und der Pflanzenliebhaber Ralf (64) aus Deutschland gewagt - sie haben ihre Heimat und eine Liebe gefunden im schwarzen Paradies der Kapverden. Ein einfühlsam beobachtender Blick in das Leben von drei Menschen, die ihren Schicksalsschlägen trotzten und ihr Leben auf einem aktiven Vulkan wagen. Mit beeindruckenden Bildern und schlichter Klarheit erzählt der Film von der Verletzlichkeit der Natur und der Menschen und vom Mut, das Leben in die eigene Hand zu nehmen.
Fünf junge Menschen gönnen sich ein paar Tage Auszeit in einer Hütte im Wald: Ashley (Bruce Campbell), Cheryl (Ellen Sandweiss), Scott (Hal Delrich), Linda (Betsy Baker) und Shelly (Theresa Tilly). Doch als sie im Keller des Hauses ein Buch sowie ein Tonbandgerät finden, werden sie in einen wahren Albtraum hineingezogen. Denn als sie das Band abspielen, berichtet der vorherige Bewohner der Hütte, dass das Buch Formeln zur Beschwörung von Dämonen enthält ... und spricht diese Formeln auch noch laut aus. Es kommt, wie es kommen musste - im Wald werden übernatürliche Gewalten entfesselt, denen die Gruppe schutzlos ausgeliefert ist. Nach und nach dringen Dämonen in die Jugendlichen ein und sorgen so dafür, dass diese sich gegenseitig dezimieren.