Rubys Leben ist der klassische Balletttanz. Als sie den britischen Geiger Johnnie kennen und lieben lernt, eröffnet er ihr eine neue Welt der Musik. Denn anders als Ruby, die sich bislang nicht sonderlich für den modernen Tanz und seine Musik erwärmen konnte, lebt ihr neuer Freund in einer WG mit seinen StreetDancer-Freunden zusammen und hangelt sich mit Gelegenheits-Engagements durch. Doch dann droht Johnnie die Ausweisung. Lediglich ein Studentenstipendium mit der damit verknüpften Green Card kann ihn jetzt noch retten... (v.f.)
Ein Film über das Filmemachen an sich, über Kreativität, Blockaden und Krisen: Als der Regisseur Heinz Emigholz sich mit dem Trauma-Spezialisten Zohar Rubinstein in einer fünftägigen Sitzung zusammensetzt, entsteht ein Dialog, der als Vorlage für "Streetscapes" diente. (vf)
Es gibt Straßen, Pfade, Autobahnen, Gassen, Boulevards und Promenaden. Und es gibt Lebenswege, Kreuzungen und Sackgassen. Zwei Männer sitzen auf der schattigen Empore eines Backsteingebäudes irgendwo in Montevideo. Sie sind in einen Gesprächsmarathon vertieft, der den ganzen Film über nicht abreißt. Der jüngere der beiden ist Analytiker, der ältere Mann ist sein Analysand. Ihre Nationalitäten sind unklar, sie sprechen ein einfaches, international verständliches Englisch. Sie reden über eine Kindheit zwischen den Ruinen und den traumatisierten Menschen Deutschlands kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, übers Fliehen, über eine besessene Beschäftigung mit Architektur und über manisches Schreiben. Und sie sprechen über die Arbeit mit der Filmkamera, die für den jungen Analytiker ein technisches Instrument ist, für den alten Regisseur aber ein Rettungsanker. Ausgangspunkt des sechstägigen Marathons ist die psychische und physische Blockade, die ihn daran hindert, einen letzten großen Film zu beginnen, die Streetscapes Saga. Das Gespräch, das in einem langsamen Prozess die Blockade des Regisseurs auflöst, findet an wechselnden Orten in extremen Architekturen statt. Die Kamera, die die beiden porträtiert und zu den Architekturen in Beziehung setzt, wird zu einem dritten Partner. Immer wieder löst sie sich vom Ort des Geschehens und erkundet die Straßen und Nachbarschaften der Umgebung, bevor sie zu den beiden Protagonisten zurückkehrt. Die Schalenbauten des urugayanischen Baumeisters Eliado Dieste, in denen sie sich aufhalten, ähneln gigantischen Hirnschalen und geben so dem Ort und dem Thema des Projektes einen Rahmen, das sich im Laufe ihres Gespräches herausschält: Trauma und Architektur.
Die Streif ist die ultimative Herausforderung für jeden Abfahrtsläufer. Wer sich bei dem Skirennen auf dem Hahnenkamm etabliert, hat es definitiv an die Spitze geschafft. Vor dem Rennen 2014 sind die Veranstalter nahezu ein ganzes Jahr mit den Vorbereitungen um einen reibungslosen Ablauf an der Strecke im Einsatz, während die fünf Topathleten Aksel Lund Svindal, Max Franz, Hannes Reichelt, Erik Guay und Yuri Danilochkin im Sommer-Camp an ihrer Form feilen. (v.f.)
Wilko ist ein erfolgreicher Galerist, der mit seiner Lebensgefährtin Helena ein glückliches Leben führt, bis er eines Tages ein Gemälde von unschätzbarem Wert ersteht ... Ab diesem Moment läuft plötzlich nichts mehr wie gewohnt. Auf einer Feier anlässlich des Gemäldekaufs wählt Helena den Freitod und Wilko wird schlagartig aus seinem bisherigen Leben gerissen. Er versucht unter Mithilfe einer Freundin, Alea, zu ergründen, weshalb sich Helena das Leben genommen hat. Bei seiner Recherche trifft er auf einen ihm vorher unbekannten Mann, Danovic, dessen Geschichte ihn an seine eigene zu erinnern scheint. Er versucht Danovic bei der Rettung dessen Frau zu helfen und sieht dies als Chance, sich von seiner empfundenen Schuld gegenüber Helenas Tod zu befreien. Seine Besessenheit diese zweite Chance zu nutzen, lässt ihn auf eine Intrige hereinfallen. Wilko wird in eine Kriminalgeschichte verwickelt, in der es um Fremdbestimmung, Macht und Geld geht und in der nichts so ist, wie es anfangs scheint. Der Titel des Filmes, "Streiflicht", beinhaltet bereits den Hinweis auf eine im Halbschatten verborgene Intrige.
Im südfranzösischen Aden droht dem Werk der Perrin-Industrie, dem einzigen größeren Arbeitgeber der Region, die Schließung. Obwohl die gut tausend MitarbeiterInnen schon Zugeständnisse bei Lohn und Arbeitszeiten gemacht hatten, um ihre Jobs zu erhalten, und trotz Rekordgewinnenen in der letzten Bilanz, will die Firma, die inzwischen einem deutschen Konzern gehört, das Werk dicht machen. Gemeinsam und solidarisch wollen die ArbeiterInnen gegen die Schließung des Werks protestieren. Der altgediente Gewerkschafter Laurent Amédéo führt den Streik an. Doch die Verhandlungen dauern an und schon bald wird der Ton rauer. Es entspinnt sich ein nervenzehrender Existenzkampf, der auch unter den AngestelltInnen Zwietracht sät. (Quelle: Verleih)
By the age of twenty, Eduard Streltsov has everything one can dream of: talent, money, fame and love. He is the rising star of the Soviet football. The whole country expects victory from the national team at the upcoming World Cup where Streltsov is to face the great Brazilian football player Pelé. However, sportsman's enemies destroy his career a few days before the team leaves for the event. When his sport career seems to have ended for good, Streltsov has to re-enter the field and prove that he is a true champion who is worth everybody's love. Russische Originalversion Original Russian version
In "Stress" zeichnet der Regisseur Florian Baron ein ungewöhnliches Portrait von fünf Menschen, die als Soldat/innen im Dienst des US-Militärs gedient und danach versucht haben, anschließend wieder im Alltag Fuß zu fassen. Aber durch ihre Erfahrungen im Krieg wurden sie zu Außenseitern, die einen ganz eigenen Blick auf das heutige Amerika werfen. Joe, Torrie, Mike, James und Justin sprechen darüber, aus welchen Gründen sie sich für den Armeedienst entschieden haben. Keiner war sich zuvor bewusst, wie stark der Krieg ihr Leben verändern würde. Für alle ist es schwer, sich wieder in ihrem Leben jenseits des Kriegszustandes einzuleben. Der Regisseur Florian Baron hat in langen Gesprächen viele vermeintliche Gewissheiten hinterfragt. Sein Film zeigt in eindrücklichen Bildern, wie schwer es fällt, Ängste und Schwächen einzugestehen. "Stress" macht deutlich, welche zerstörerischen Folgen Kriege haben, selbst wenn sie lange zurückliegen oder am anderen Ende der Welt stattfinden. (Quelle: Verleih)
Eine weißer Strich über die bunte Mauerseite in West-Berlin. Eine Kunstaktion, die 1986 mit einer folgenschweren Verhaftung enden sollte. Die Vorgeschichte spielt in der Weimarer Punkszene der 1980er Jahre, wo kleine anarchische Freiräume gegen den staatlichen Normalismus verteidigt wurden: Macht aus dem Staat Gurkensalat! Mehr als dreißig Jahre später zeigt sich: es gab eine undichte Stelle. Ein Verrat steht plötzlich im Raum. Die Folgen ziehen ihren perfiden Strich bis ins Heute. Freundschaften zerbrechen im Nachhinein. Der Film erzählt von der Spannung zwischen Subkultur und Diktatur. Es ist kein Strich unter die DDR zu ziehen. (Quelle: Verleiher)
Paso Doble: der Tanz ist Magie. Aber nicht in der Realität der Tanzturniere, wo die Form des Kleides, der Frisur und der Schuhe den Tanz in den Hintergrund treten lassen. Nicht so für Scott Hastings (Paul Mercurio): nach eingehender Eigenrecherche bei einer spanischen Einwandererfamilie belebt er den Tanz so sehr, dass er alle Regeln des "strictly ballroom" bricht. Wider Erwarten gewinnt er doch den ersten Preis im Pan-Pacific-Tanzturnier. Hervorragender Film über die Konventionen und damit Absurditäten der Tanzturnier-Welt. (P.M.)