Der 19-jährige Pole Robert nimmt einen Job in einer Fabrik in Norwegen an, um dort ein neues Leben zu beginnen. Er verliebt sich in einen seiner Kollegen, Ivar, will jedoch seine Homosexualität geheim halten. Als es in der Fabrik zu einem Mitarbeiterstreik kommt, muss Robert sich entscheiden: Will er sich weiter verstecken oder steht er zu Ivar? (Quellle: Verleih)
Die Brüder Tony und Noé verbringen die langen, schwülen Sommertage mit gefährlichen Kinderspielen und Mutproben ... bis zu dem Unfall, der ihr Leben für immer verändern wird. Zehn Jahre später, jetzt als junge Erwachsene und zurück in Royan, treffen sie auf Cassandra, ihre Jugendliebe. Doch selbst nach all dieser Zeit verbergen die Brüder immer noch ein Geheimnis ... Simon Rieths fesselnder erster Spielfilm ist eine kühne Erkundung des Fantasy-Genres, des Fremden und des Wunderbaren, wie man sie im französischen Kino nur selten sieht. Ein Film von unendlicher Sanftheit und unfassbarer Schönheit, ausgezeichnet als bester Film beim Neuchâtel International Fantastic Film Festival. (Quelle: Filmfestival Münster)
Zwischen Fakten und Fiktion, Professionalität und Lächerlichkeit und mit einer guten Prise schwarzen Humor bereichert der Dirigent, Komponist und Geiger Aleksey Igudesman das filmische Porträt über seinen Freund, den Geigenvirtuosen Julian Rachlin. Dabei begleitet er den preisgekrönten Musiker zu dem humoristischen Musikfestival ?Julian Rachlin & Friends? in die kroatische Küstenstadt Dubrovnik und zeichnet ihn mit der übertriebenen Darstellung seines Nasenfetischs und von John Malkovich im Interview als untalentiert bezeichnet, nicht gerade schmeichelhaft. (v.f.)
Der russische Schriftsteller Andrei Gortschakow begibt sich für Recherchen auf die Spuren eines russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts nach Italien. Zusammen mit der Dolmetscherin Eugenia bereist Andrei verschiedene Wirkungsstätten seines Landsmannes. Das Erlebnis der fremden Landschaft und Kultur und die übermächtige Erinnerung an die Heimat setzen Andrei zu. In seinem Schmerz lehnt er die Liebe Eugenias ab und findet dagegen im leicht verrückten Mathematiker Domenico einen Seelenverwandten. Mit sehr viel Feingefühl für innere Stimmungen zeichnet Andrei Tarkowski, unterstützt vom dramaturgischen Sensorium des italienischen Drehbuchpartners Tonino Guerra, die Begegnung der Kulturen und Zeiten. In unerreichter Dichte wird spürbar, dass "Nostalghia" für einen russischen Menschen weit mehr meint als unser Wort Nostalgie, dass umgekehrt aber eben auch unsere Nostalgie weit umfassender ist, als man gemeinhin annimmt.
Nach 40 Jahren kehrt Felice in seine Heimatstadt Neapel zurück, um seine Mutter ein vielleicht letztes Mal zu sehen. Dort angekommen, begibt er sich auf eine Reise zum Ort seiner Jugend, einem Viertel im heutigen Neapel, aus dem die Gefahr nie ganz verschwand. "Nostalgia" ist der italienische Beitrag für den Oscar® 2023 und lief im Wettbewerb von Cannes. Der Film ist gleichermaßen das Porträt eines sanften Mannes mit belasteter Vergangenheit, der Opfer einer übermächtigen Nostalgie wird, wie auch ein einfühlsames Bild von Neapel mit all seinen romantischen, aber auch hässlichen und brutalen Ecken. Das gleichnamige Buch zum Film von Ermanno Rea ist 2022 im Marix Verlag erschienen. (Quelle: Verleih)
Obwohl ihre Gründe und auch ihr Vorgehen unterschiedlicher kaum sein könnten, verbindet sie alle doch eines: die Suche. Denn während die Menschen in den astronomischen Observatorien im Norden von Chile in den Himmel schauen, um Lichter einzufangen, die eigentlich schon Geschichte sind; wenn sie sie finden, geht es den Menschen draußen ebenfalls um Geschichte - allerdings um ihre eigene. Und so erzählt der Dokumentarfilm "Nostalgia de la luz" auf essayistische Weise nicht nur etwas von den Sternen über, sondern auch von den Menschen in Chile. (j.b.)
Lucy und ihre beiden ehemals besten Freundinnen haben sich im Laufe der Zeit auseinandergelebt. Doch der Roadtrip nach Kalifornien, den sie nach Beendigung der Highschool zusammen unternehmen, schweißt sie wieder zusammen. Für Lucy geht es aber nicht nur um Freundschaft. Sie findet auf dieser Reise auch ihre große Liebe Ben und die Chance, eine Karriere als Sängerin zu beginnen. Träume und Sehnsüchte kleiner und großer Mädchen gehen in dieser romantischen Komödie mit Britney Spears in der Hauptrolle tatsächlich in Erfüllung. Ewi
Douglas ist ein leidenschaftlicher Fan der "Rolling Stones", doch während es den meisten Teenagern in seinem Alter genügt, zu "Not Fade Away" und "Satisfaction" abzufeiern, träumt der Kleinstadtjunge aus New Jersey davon, selbst Musik zu machen und auf den ganz großen Bühnen zu stehen. Kurzerhand gründet er deshalb im Jahr 1964 eine Band, mit der er sich seinen Traum von einer Karriere als Rockstar erfüllen möchte. Schnell muss er jedoch erkennen, dass der Weg dahin steinig ist... (j.b.)
Die Geschichte der Geschwister Layla (24) und Ramsis (26), die in Siegen geboren wurden und aufgewachsen sind. Ibrahim, ihr palästinensischer Vater, kam in den 80er Jahren nach Deutschland, um Architektur zu studieren. Nach der Trennung von ihrer deutschen Mutter zog er zurück in den Gaza Streifen. Er heiratete erneut und hatte fünf Kinder. Im Sommer 2014, während eines Angriffs auf Gaza, wurden Ibrahim, seine Frau und ihre fünf Kinder getötet, als das Gebäude, in dem sie Zuflucht gesucht hatten, durch einen israelischen Luftangriff getroffen wurde und einstürzte. Layla und Ramsis' Trauer führte sie auf eine Reise des politischen Erwachens: Layla reist nach Palästina. Sie hofft, etwas über ihre Wurzeln zu erfahren und die Realität vor Ort selbst zu sehen. Ramsis reist durch Europa und erzählt die Geschichte seiner Familie, gleichzeitig führt er ein Gerichtsverfahren gegen den israelischen Staat. Währenddessen versucht ihre Familie in Gaza mit den Nachwirkungen der Tragödie klarzukommen. Ihr Onkel Saleh wünscht sich, die Kinder seines Bruders zu treffen, die er als Erwachsene nie gesehen hatte. Zwischen Gaza und Deutschland, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, folgt der Film der Familie in ihrem Wunsch nach Wiedervereinigung, ihrer Trauer um ihre Angehörigen und ihrer Suche nach unerreichbarer Gerechtigkeit. (Quelle: Verleih)
Der sanftmütige 17-jährige Oberstufenschüler Umut ist ein gutaussehender Wasserballspieler, der nur versucht, sein Leben in einer komplizierten Welt zu führen. Als einer seiner Mitspieler das Gerücht verbreitet, er sei schwul, weigert sich Umut, die Behauptung zu dementieren oder zu erklären. Er zeigt dabei eine Reife, die über sein Alter hinausgeht. Seine Eltern, die durch ihre eigenen Eheprobleme abgelenkt sind, erweisen sich als machtlos die Folgen des Gerüchts einzudämmen. Das Verhältnis zu Umuts Teamkollegen wird daraufhin immer angespannter. Nichts ahnend versuchen Umuts Eltern sein Interesse auf ein Sport-Stipendium in den USA aufrechtzuerhalten. Es dauert nicht lange und die Ereignisse überschlagen sich, bis sie einen schockierenden Höhepunkt erreichen. Angesiedelt in der testosterongeladenen Welt des Teenager-Sports und der manchmal erstickenden türkischen Gesellschaft, hält "Not Knowing" einen Spiegel vor, was es heute in vielen Teilen der Welt immer noch bedeutet, jung und schwul zu sein. (Quelle: Verleih)