Dokumentarfilm
Faya Dayi
In FAYA DAYI dreht sich alles um die Blätter des Khat-Strauches, die eine bewusstseinserweiternde Wirkung entfalten und in Äthiopien zu einem der wichtigsten Anbauprodukte geworden sind. Die Regisseurin, die auch das Buch geschrieben und die Kamera geführt hat, dokumentiert Anbau, Ernte und Verkauf der Pflanze im Schatten eines Bürgerkrieges. Sie nimmt uns mit auf eine lyrische, spirituelle Reise in die Rituale und Handelspraktiken von Khat, dabei verschließt sie die Augen auch nicht vor der im Land wachsenden Unzufriedenheit, vor allem unter jungen Männern. Der Film ist Zeugnis für Beshirs große Sensibilität für Atmosphären und Lichtwirkungen. Der Schwarzweißfilm webt einen fast hypnotischen Bilderteppich aus intimen Geschichten von Menschen, für die der Gebrauch und Anbau von Khat auch zu einer Möglichkeit der radikalen Realitäts-Flucht geworden ist. Das dank Khat erreichte Merkhana - der rauschhafte Bewusstseinszustand - ist für Jung und Alt gleichermaßen der einzige Ort, an dem sie ihre Hoffnungen, Träume und Sehnsüchte leben können. (Quelle: Verleih)